{"id":10068,"date":"2023-02-22T12:37:47","date_gmt":"2023-02-22T11:37:47","guid":{"rendered":"https:\/\/frank-vohle.de\/?p=10068"},"modified":"2023-02-24T12:59:59","modified_gmt":"2023-02-24T11:59:59","slug":"chatgpt-und-werte-was-wuerde-data-sagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/didaktikbuero.de\/?p=10068","title":{"rendered":"ChatGPT und Werte: Was w\u00fcrde Data sagen?"},"content":{"rendered":"\n<p>Vor gut 10 Jahren habe ich eine <a href=\"https:\/\/frank-vohle.de\/wp-content\/uploads\/archive\/Rezension%20Wahrnehmungswelten%20Vohle%202012.pdf\">Rezension<\/a> zum Buch von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karen_Gloy\">Karen Gloy<\/a> verfasst, die im Wiener Jahrbuch f\u00fcr Philosophie auch ver\u00f6ffentlicht wurde: Es ging um das Thema \u201eWahrnehmungswelten\u201c, also etwas typisch Menschliches, was Gloy im Kontrast zum Maschinellen abgrenzte. Was war da naheliegender, als mit \u201eData\u201c aus Star Trek einzusteigen. Wir erinnern uns, Data \u2013 der Androide, der nur eines im Sinn hatte: Er (die Maschine) wollte menschlich werden! Ich kann also sagen, dass mich dieses Mensch-Maschine-Verh\u00e4ltnis immer schon interessierte und Data bot mir anschauliche Gedankenexperimente zur Frage: Was ist das denn \u2013 &nbsp;menschlich? Und was daran ist erstrebens- und damit sch\u00fctzenswert?&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit ChatGPT sind wir schneller als gedacht an den \u201eAnfang der Geschichte\u201c angekommen. Zwar gibt es 2023 noch lang keine Androiden (erste Gehversuche <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=-e1_QhJ1EhQ\">hier<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/posts\/alvinfsc_chatgpt-ugcPost-7034680218892075008-lq0C?utm_source=share&amp;utm_medium=member_desktop\">GPT &amp; Robots<\/a>), aber die T\u00fcr zu einer \u201edisruptiven\u201c Entwicklung ist ge\u00f6ffnet: Goldgr\u00e4berstimmung, globaler Wettbewerb, Kapital und endlos viele (hilfreiche wie bedrohliche) Anwendungen. Was braucht man mehr?!<\/p>\n\n\n\n<p>In der aktuellen Diskussion zu ChatGPT im Kontext Bildung (Schule, Hochschule, Corporate Learning) \u00fcberwiegen die optimistischen Stimmen. Es soll experimentiert werden! Dem folge ich, denn wie sollte man anders die Chancen und Grenzen von der KI im Bildungskontext ausloten? Was wir aber neben Experimentierfreude AUCH brauchen, ist eine Diskussion \u00fcber Werte. Ehe das als \u201eSpa\u00dfbremse\u201c oder gar als \u201eBlau\u00e4ugigkeit\u201c missverstanden wird: Die Diskussion \u00fcber Werte hat nicht die Prim\u00e4rfunktion, uns vor der \u201eKI zu sch\u00fctzen\u201c (Bollwerk Werte), sondern darum, worum es Data (s.o.) immer ging, um die Frage, wie wir uns im Zeitalter von KI und (totaler) Simulation als Menschen (!) definieren wollen. \u201eKreative Originalit\u00e4t\u201c (nach der jetzt alle rufen) steht zumindest auf dem Pr\u00fcfstand, wenn man sich die Ergebnisse aktueller KI-Anwendungen in Text, Bild, Video und 3D anschaut.<\/p>\n\n\n\n<p>Gabi hat sich in einem <a href=\"https:\/\/gabi-reinmann.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Impact_Free_51.pdf\">Artikel<\/a> (Impact Free) dem Thema angenommen. Es ist ein erstes, lautes Nachdenken (zaghaft und tastend also) mit Hochschulbezug. Aber mit der Frage <em>\u201eWozu sind wir hier?\u201c<\/em> macht sie den Anspruch, die Fragerichtung, deutlich. Es geht um Selbstvergewisserung, Grundfragen und vorl\u00e4ufige Antworten. Antworten sehen anders aus, wenn man sie (mit)verantwortet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor gut 10 Jahren habe ich eine Rezension zum Buch von Karen Gloy verfasst, die im Wiener Jahrbuch f\u00fcr Philosophie auch ver\u00f6ffentlicht wurde: Es ging um das Thema \u201eWahrnehmungswelten\u201c, also etwas typisch Menschliches, was Gloy im Kontrast zum Maschinellen abgrenzte. Was war da naheliegender, als mit \u201eData\u201c aus Star Trek einzusteigen. 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