{"id":8753,"date":"2006-07-15T00:00:00","date_gmt":"2006-07-14T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/frank-vohle.de\/?p=8753"},"modified":"2018-08-31T20:04:29","modified_gmt":"2018-08-31T19:04:29","slug":"klinsis-lehre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/didaktikbuero.de\/?p=8753","title":{"rendered":"Klinsis Lehre"},"content":{"rendered":"<p>Klinsi hat die WM gewonnen, zumindest diese Facette bleibt uns Dank der Medien nachhaltig in Erinnerung. Doch was kann man von Klinsi wirklich lernen, was w\u00e4re Kern einer \u201eKlinsologie\u201c? Sicher, keiner wird bestreiten, dass Klinsis neuer Geist ganz wichtig f\u00fcr das deutsche Spiel war. Dar\u00fcber hinaus hat Klinsmann mit seinen \u201eneuen Methoden\u201c und seiner Personalpolitik gezeigt, dass es auch in einer stark verkrusteten Organisation wie dem DFB m\u00f6glich ist, Neuerungen durchzusetzen, &#8230; durchzusetzen!<\/p>\n<p>Neben diesem Glanz des Erfolgs scheint mir aber noch ein anderer Aspekt der Klinsologie wichtig: Erfolg kommt nicht sofort, Reformen beginnen mit R\u00fcckschl\u00e4gen, mit schlechten Leistungen! Das ist zwar keine Notwendigkeit, aber eine beruhigende Einsicht. Allzu oft &#8211; und nun schlage ich die Br\u00fccke &#8211; lassen wir uns bei der mutigen Entwicklung neuer Lernszenarien von R\u00fcckschl\u00e4gen irritieren, allzu schnell sind wir mit Urteilen bei der Hand wie: \u201eNa siehst du, es klappt doch nicht!\u201c. Bei Lerninnovationen ist es eben auch so, dass zig Variablen auf die neue Situation eingeregelt werden m\u00fcssen, dass jeder Teilnehmer sich neu auf eine Lernsituation einregeln muss &#8230; mit Kopf, Hand und Herz. Und das ist nicht nur risikoreich sondern auch hochkomplex, weil im Prinzip nicht steuerbar. Wer den Weg trotzdem gehen m\u00f6chte \u2013 nicht um des Neuen willen, sondern weil das Neue eventuell mehr Spa\u00df macht und inhaltlich reicher ist, der braucht neben Geduld und eine lange Puste, Gesp\u00fcr f\u00fcr das, was man als \u201egelingendes Lernen\u201c bezeichnen kann und eben auch einen Hauch von der klinsmannischen Radikalit\u00e4t, Dinge zu ver\u00e4ndern, die bisher zu den \u201eheilige K\u00fchen\u201c geh\u00f6rt haben. F\u00fcr die Schule hei\u00dft dass zum Beispiel, den 45-min Takt in Frage zu stellen und l\u00e4ngere Lernphasen einzurichten, f\u00fcr die Hochschule hei\u00dft dass zum Beispiel, Studenten mit unterschiedlichen Rollen und Aufgaben zu konfrontieren (Tutor, Manager, Forscher), die in die genuine Wissensproduktion einzubinden. Und f\u00fcr den industriellen Betreib k\u00f6nnte man die Frage stellen, ob die Anwesenheit der Mitarbeiter vor Ort immer das Mittel der Wahl ist, die Produktivit\u00e4t (gerade nachhaltig) zu steigern.<\/p>\n<p>Ja, J\u00fcrgen Klinsmann verdient Lob f\u00fcr den mutigen Weg den er und sein Team gegangen ist und ich bin sehr froh, dass er mit seiner Strategie den 3. Platz gewonnen hat \u2013 ansonsten hatte es gehei\u00dfen: \u201eWir haben es gleich gesagt, der Klinsi &#8230;\u201c. Also, Hut ab J\u00fcrgen, auch wenn du verloren h\u00e4ttest :-), &#8230; die Zukunft geh\u00f6rt den Mutigen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klinsi hat die WM gewonnen, zumindest diese Facette bleibt uns Dank der Medien nachhaltig in Erinnerung. Doch was kann man von Klinsi wirklich lernen, was w\u00e4re Kern einer \u201eKlinsologie\u201c? Sicher, keiner wird bestreiten, dass Klinsis neuer Geist ganz wichtig f\u00fcr das deutsche Spiel war. 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