{"id":8765,"date":"2006-05-25T00:00:00","date_gmt":"2006-05-24T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/frank-vohle.de\/?p=8765"},"modified":"2018-08-31T20:04:12","modified_gmt":"2018-08-31T19:04:12","slug":"social-software-social-scills-tagung-in-salzburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/didaktikbuero.de\/?p=8765","title":{"rendered":"Social Software &#8211; Social Scills: Tagung in Salzburg"},"content":{"rendered":"<div class=\"storycontent\">\n<p>So, ich m&ouml;chte etwas ausf&uuml;hrlicher von der Tagung in Salzburg berichten, einer Tagung, die sich um das Thema social software und social scills drehte. Bisher haben Jojo und ich in unsererem adhoc-(wir setzen mal einen blog auf)Tagungsblog prim&auml;r <a href=\"http:\/\/workshop-2jo.blogspot.com\/\">Bilder<\/a> und ich lediglich &quot;<a href=\"http:\/\/bt-linuxtest.fernuni-hagen.de\/wordpress\/frank\/\">Gestotter<\/a>&quot; ins Netz gestellt ;-). Eines summarisch vorweg: es war eine sehr gelungene Tagung, Tagungsort, Teilnehmer, Themen, &#8230; alles war gut ausbalanciert. Ein herzliches Lob an die Organisatoren.<\/p>\n<p>Dienstag Mittag startete die Tagung f&uuml;r mich mit einem Workshop. <a href=\"http:\/\/www.fernuni-hagen.de\/ksw\/ifbm\/bt\/team\/pullich.shtml\">Leif Pullich<\/a> von der FernUni Hagen gab uns eine gute Einf&uuml;hrung zum Thema weblog. Zwar war das f&uuml;r all diejenigen, die sich schon l&auml;nger mit weblogs besch&auml;ftigen nicht so sehr interessant, aber f&uuml;r einen Neuling wie mich war es gut ;-). Als mein Fern-Uni-Hagen-weblog dann einmal einerichtet war, habe ich (angesto&szlig;en durch Jojo) eine f&uuml;r mich interessante Erfahrung gemacht: wenn man das, was im Seminarraum vor sich geht direkt (also live) in seinem Blog re-formuliert, dann nimmt man sehr aktiv (an)teil. Neben den Informationen des Dozenten, die man parallel durch googeln verifizieren oder erg&auml;nzen kann, kombiniert man eigene Gedanken zu einer Dozent-Google-Meins-Einheit, die man dann als Sinn-Einheit posten kann. <\/p>\n<p>In diesem ersten <strong>Schritt (I)<\/strong> ist interessant, wie auf der Mikroebene der metalen Verarbeitung sich ein <strong>Gleichgewicht<\/strong> der Informationsverarbeitung einstellt, d.h. in Abh&auml;ngigkeit von der pers&ouml;nlichen Leistungsf&auml;higkeit spiele ich mit den Inputgr&ouml;&szlig;en &quot;Dozent&quot;, &quot;Google&quot; und &quot;Vorwissen&quot;. Im Ergebnis empfinde ich dieses Gleichgewicht als Lernlust, da die Steuerung <strong>in mir<\/strong> liegt. Interessant w&auml;re es hier zu sehen, wie unterschiedlich starke Sch&uuml;ler, Studenten mit diesen Angeboten und den damit verbundenen Freitsgraden umgehen. Gibt es individuelle Lernflows bei standartisierten Frontalunterricht? Toll w&auml;re das :-). Ich habe dies im Anschluss kurz im Seminar angemerkt, dass man in Schulen diese Variante einmal ausprobieren sollte. Herr Pullich meinte, dass dies Sch&uuml;ler &uuml;berfordern w&uuml;rde. Hier bin ich anderer Meinung!! Wenn ich sehe, wie lesitungsstark 12 J&auml;hrige in der multiplen Verarbeitung von Spielinformationen sind, dann kann dies nicht der Engpass sein. Wir trauen unseren Sch&uuml;lern und auch Studenten zu wenig zu! Wir spielen in Schule und auch Uni aber das falsche Spiel und schlie&szlig;en von der Jetztbelastung auf ein fehlendes Leistungspotential. <\/p>\n<p>Gut, gut ;-). &#8230; interessant ist an diesem liveblogging (der Begriff trifft nicht das mentale matching =&gt; matchblog??), dass man in einem zweiten <strong>Schritt(II)<\/strong>, die unterschiedlichen Objektivationen anschauen, interpretieren und dar&uuml;ber diskutieren kann. Das ist dann f&uuml;r den Lehrenden nicht nur ein sehr erhellendes Qualit&auml;tssicherungssystem (nach dem Motto: Was ist den &quot;angekommen&quot;?), sondern es ergeben sich auch Chancen, die jeweiligen Blogbeitr&auml;ge <strong>im<\/strong> Unterricht zu diskutieren oder sp&auml;ter asynchron zu kommentieren (Motto: warum hat er\/sie das denn anders verstanden?). Was ich meine: man sollte es einfach in der Schule mal ausprobieren! Das die Sch&uuml;ler in den Laptopklassen googeln wenn ihnen langweilig ist (und ihnen ist &ouml;fter langweilig), zeigt, dass hier noch Potenziale der pers&ouml;nlichen Flowoptimierung schlummern.<\/p>\n<p>Abends gab es lecker Essen, wirklich, dies ist erw&auml;hnenswert! Am Tisch sa&szlig;en <a href=\"http:\/\/www.zww.uni-augsburg.de\/produktpalette\/mba_systemische_organisationsberatung\/kontakt.html\">Sebastian Schl&ouml;mer<\/a> (ZWW Uni Augsburg), Jojo mein Kollege ein englischsprechender Podcaster und eben ich. Am Ende des Essens wurden uns vom besagten Podcaster ein paar Fragen zum Thema weblogs, wikis, podcast gestellt, die Sebastian professionell beantwortete. Der Beitrag wird n&auml;chste Woche online gestellt, ich muss aber noch rauskriegen wo. <\/p>\n<p>Abends habe ich dann noch Sebastian Fiedler getroffen, ein bekannter Hund der Szene (bekannter &quot;Hund&quot;?, oder meine ich bunter Hund), der jetzt f&uuml;r das Z<a href=\"http:\/\/www.zsi.at\/\">entrum f&uuml;r soziale Innovation<\/a> in Wien arbeitet. Neben &quot;tiefen&quot; Einsichten in die Verwaltungs- und Koordinationsarbeit in EU Projekten, habe wir uns noch l&auml;nger &uuml;ber die Entwicklungen deutscher Universit&auml;ten unterhalten. Sebastian ist ja einer derjenigen, dessen Herz an der sog. Bildungsidee h&auml;ngt, der daran glaubt, dass die Universit&auml;t verdammt nochmal die Pflicht hat, kritische Zeitgeister auszubilden. Mit der &quot;Angleichung&quot; von BA\/MA Strukturen w&uuml;rde aber eine Verplattung des ehemaligen universit&auml;ren Anspruchs einhergehen, kurz und plakativ: 1. Semester &quot;Wo bin ich hier&quot;, 2. Semester: &quot;Wo sind die Frauen\/M&auml;nner?&quot;, 3. Semester: &quot;Wie qualifiziere ich mich f&uuml;r einen Job? Wo bleibt da Raum f&uuml;r eine Lebensphase &#8211; so seine Worte &#8211; , in der ich auf kritische Distanz zu dem gehen kann, was Vati und Mutti mir als richtig, als Wahrheit mitgegeben haben? Jojo, mein junger Kollege (4 Semester BA Medien\/Informatik Uni Augsburg) antwortete auf diese leidenschaftlich vorgetragene Position: &quot;Du hast ein Glaubensproblem&quot; :-). Er verneint die Behauptung, dass alle im 3. Semester arbeitsfixiert sind, verneint, dass zu wenig Freiraum f&uuml;r eigene Gedanken gibt, verneint, dass da eine Verflachung und Vermarktung am Werke ist. Was er fordert ist vielmehr sehr pragmatisch: ich suche Lehrer, die mir effizient etwas beibringen k&ouml;nnen &#8211; basta! Wahrscheinlich sind die jungen BAler viel weniger verkrampft mit den Strukturen in denen sie selber leben (leben m&uuml;ssen) als wir Diplomer und echten UNIVERSIT&Auml;TSABSOLVENTEN ;-). Ich selbst bin der Meinung, dass die BA-Idee nicht notwenig zu einer Verflachung f&uuml;hrt, wenn wir denn den Spielraum der mit Bologna vorgegeben ist auch ausnutzen, man kann ja auch &uuml;ber einen &quot;typisch deutschen&quot; BA nachdenken und zwar mal im positiven Sinne des Wortes. Wenn die Amerikaner einen Goethe, einen Humboldt, Schiller, Einstein etc. gehabt h&auml;tten, dann h&auml;tten sie einen Humboldtdiplom ausgerufen, ein einmaliges nur amerikanisches Bildungsdiplom. Dahinter h&auml;tten Sie eine riesige Marktingkampagne geh&auml;ngt und gesagt, seht, hier in Amerika, wo die gr&ouml;&szlig;ten K&ouml;pfe der Welt gelebt und gewirkt haben, da haben wir ein Bildungsdiplom. Sie h&auml;tten gefragt: What&#39;s that? &#8230; a BA\/Master???? Wir sollten also unter dem Dach der BA\/MA Struktur (das ist Realit&auml;t) die Spielr&auml;ume so ausf&uuml;llen, dass da noch &quot;Eigenbildung&quot; stattfinden kann. Ich jedenfalls glaube nicht an einen Automatismus BA=&gt;Verflachung. Die Hochschullehrer haben aber den Auftrag, die durch die Medien induzierte Angst zu d&auml;mpfen und die 3-4 Jahre &quot;Freiraum&quot; vielf&auml;ltig, explorativ und meinetwegen auch effizient zu gestalten. Gleichzeitig hat der Staat die Pflicht, diejenigen, die sich f&uuml;r Bildung Tag und Nacht engagieren ordentlich zu bezahlen! <\/p>\n<p>Den Folgetag will ich knapper beschreiben: es gab f&uuml;r mich 2 interessante Schwerpunkte: <a href=\"http:\/\/electronicportfolios.org\/blog\/index.html\">e-Portfolios mit digital story telling<\/a> und gaming. Das erstgenannte Thema m&ouml;chte ich weiterverfolgen, vielleicht auch mal in einem Seminar. Gro&szlig;e Potentiale sehe ich in sog. Kooperationsseminaren wie z.B. unser letztes <a href=\"http:\/\/www.presse.uni-augsburg.de\/unipress\/up20052-4\/artikel_44.shtml\">Werbung und Ethik<\/a> mit dem beta Institut f&uuml;r Gesundheitsmanagement. Hier hat man eine Projektstruktur, hier treten Konflikte mit den externen Partner auf, hier hat man einen &uuml;berdurchschnittlichen Koordinationsaufwand in der Projektgruppe. Ich selbst habe im genannten Seminar am Ende eine &quot;Dokumentations- und Reflexionsmappe&quot; erstellen lassen, sozusagen als schriftliche Leistung zum Seminar. Es w&auml;re um ein vielfaches besser gewesen, wenn die Studenten in diesem Seminar ein formatives e-Portfolie angelegt h&auml;tten. Am Ende h&auml;tte man die echte Vor-Ort-Pr&auml;sentation auf der B&uuml;hne der betaphram in einem sog. showcase-portfolie (habe ich gelernt) packen k&ouml;nnen, z.B. eines der <a href=\"http:\/\/www.papilio.de\/papilio_video_2.html\">Produkte<\/a>.<br \/> Insbesondere der Verbindung zum story telling hat mich angesprochen. Hier schlummertn viele Potentiale, wie Studenten ihre Lerngeschichten gestalten (audio, video), sich gegenseitig erz&auml;hlen und dadurch f&uuml;r sich, dem Kooperationspartner und den Dozenten etwas gewinnen. Aber: ich habe es oben schon erw&auml;hnt, die Dozenten m&uuml;ssen nat&uuml;rlich eines einbringen! Sie m&uuml;ssen potentiell spannende <strong>Rahmengeschichten<\/strong> erfinden. Wer eine klassische Vorlesung (kein kritisches Ereignis) macht, der &uuml;berfordert seine Studneten mit einem e-portfolie &#8230; was soll da rein???<\/p>\n<p>Gut, der andere interessante Teil des Nachmittags dreht sich um das Thema game based learning. Interessant war, wie viel Geld in diese Thematik auf der EU Ebene gesteckt wird (10 Mio). Ich habe mich etwas dar&uuml;ber ge&auml;rgert, warum wir, also <a href=\"http:\/\/medienpaedagogik.phil.uni-augsburg.de\/modules\/content\/index.php?id=68\">Freddi<\/a> und <a href=\"http:\/\/medienpaedagogik.phil.uni-augsburg.de\/modules\/content\/index.php?id=70\">Caro<\/a> nicht intensiver bei solchen Tagungen in Erscheinung treten. Ihr Diss-Projekt mit der TU M&uuml;nchen Mikrosystemtechnik ist mittlerweile schon weit fortgeschritten und im Forschungsraum h&auml;tten sie sicher viel zu sagen. Auf jeden Fall brauchen sie sich mit ihrem interaktiven 3D-Spiel zur Mikrosystemtechnik nicht verstecken. Meine zentrale Frage zum Thema Spiel, insbesondere zur analogen Struktur von Spiel und Anwendungskontext bleib leider unbefriedigend beantwortet. Es ist f&uuml;r mich immer noch eine Herausforderung zu begr&uuml;nden, wie &auml;hnlich (analog) sich Spiel und Anwenungskontext sein m&uuml;ssen, damit man a) Prozesse des Anwendungskontextes erlernt und nicht andere und b) das Spiel noch als Spiel erkennt und nicht als demotivierende 1:1 Abbild des Anwendungskontextes.<\/p>\n<p>So, ich denke, das war es erstmal. Sicher wird Jojo noch eine recht umfangreiche Mitschrift der Tagung (Skizzen, Links, Fotos) ins Netz stellen. <\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So, ich m&ouml;chte etwas ausf&uuml;hrlicher von der Tagung in Salzburg berichten, einer Tagung, die sich um das Thema social software und social scills drehte. 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