{"id":8787,"date":"2005-06-12T00:00:00","date_gmt":"2005-06-11T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/frank-vohle.de\/?p=8787"},"modified":"2018-08-31T20:04:10","modified_gmt":"2018-08-31T19:04:10","slug":"teil-und-ganzes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/didaktikbuero.de\/?p=8787","title":{"rendered":"Teil und Ganzes"},"content":{"rendered":"<p>Heute morgen im Bett habe ich &uuml;ber Norberts Arbeit nachgedacht. Norbert schreibt &uuml;ber <a href=\"http:\/\/professur.mediapedagogy.com\/Team\/NorbertKober\">&quot;gutes Erz&auml;hlen&quot;<\/a> . Im Kern will er ein Kompetenzmodell zum Erz&auml;hlen entwicklen; darauf baut ein Training auf, dessen G&uuml;te er empirisch pr&uuml;fen will. Wenn man wissen will, was einen guten Erz&auml;hler ausmacht, dann beobachtet man gute Erz&auml;hler &#8211; logisch. Sicherlich stellt man Eigenschaften fest, von denne man annimmt, dass sie erfolgsrelevant sind: gute Aussprache, Einsatz von Bilder &amp; Metaphern (vielleicht auch Analogien ;-), authetisches Auftreten des Erz&auml;hlers, eine spannende Geschichte mit Prodagonisten, mit denne man sich identifizieren kann etc. Man kommt zu der Erkenntnis, dass &quot;gut&quot; ein relationaler Begriff ist (Geschichte, Erz&auml;hler, Zuh&ouml;rer). Unter der Hand hat man aber schon eine ganze Reihe von Eigenschaften gesammelt, die vermeindlich einen &quot;guten&quot; Erz&auml;hler ausmachen. Von einer beschreibenden Auffassung wird eine normative. Aus Einzelbeobachtungen wird ein ideales Aggregat. Diesen Erz&auml;hler mit gibt es aber in Wirklichkeit gar nicht. Er ist ein Konstrukt mit vielen guten Eigenschaften. Genau dieses Vorgehen kenne ich aus der Entrepreneurship Forschung. Die Frage ist hier: Was macht einen guten Gr&uuml;nder aus? Die Liste, was gut und erfolgsentscheident ist, wird hier immer l&auml;nger. Sie reicht vom guten Controller bis zum guten Vision&auml;r. Da ist also alles drin was man braucht.<br \/> Was mich nun interessiert ist folgendes: faktisch vorzufindende Erz&auml;hler\/Gr&uuml;nder haben ja zu diesem Ideal immer eine Differenz. Trotz dieses Defizits sind sie gut und erfolgreich. D.h., sie &quot;besitzen&quot; nur ein bis zwei der 10 &quot;wichtigen&quot; Eigenschaften und machen daraus etwas fantastisches. Sie sind Virtuosen im Umgang mit Knappheit. Der Reichtum der guten Erz&auml;hler, Gr&uuml;nder, Eltern etc (ich mische die mal jetzt in unverantworlicherweise zusammen) liegt darin, dass sie die wenigen Qualit&auml;ten die sie haben harmonisch mit den anderen Eigenschaften verbinden und so Synergien erzeugen, die &uuml;ber den Wert der &quot;Einzeleigenschaften&quot; hinausgehen. Das ist der Sinn des Sates &quot;Die Summe ist mehr als die Anzahl seiner Teile&quot;. Was ich bei der Frage &quot;gutes=erfolgreiches Handeln&quot; wichtig finde ist, dass man die oben angesprochenen relationalien Beziehungen zwischen eigener Person, guter Geschichte und Zuh&ouml;rer nicht aus den Augen verliert. Diese Qualit&auml;t l&auml;sst sich aber sehr schwer beobachten. Man kann sagen, dass dies wieder nur eine weitere Eigenschaft des Erz&auml;hlers ist. Die Antwort ist ja. Ich denke aber, dass diese Eigeschaft eine andere Qualit&auml;t hat als z.B. der &quot;richtige Einsatz von Metaphern&quot;. W&auml;hrend die Metapher ein &quot;Teil&quot; ist, ist die Integration die &quot;Summe&quot;. Die Summe ist aber nichst anders als ein &quot;Anstiften&quot; und &quot;Stabilisieren&quot; eines (dynamischen) Gleichgewichts zwischen unterschiedlichen Anspr&uuml;chen und Begrenzungen. So sind wir beim Spiel. &#8230; ja das ist es erstmal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute morgen im Bett habe ich &uuml;ber Norberts Arbeit nachgedacht. 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