{"id":8800,"date":"2006-12-12T00:00:00","date_gmt":"2006-12-11T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/frank-vohle.de\/?p=8800"},"modified":"2018-08-31T20:04:06","modified_gmt":"2018-08-31T19:04:06","slug":"zwischenstopp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/didaktikbuero.de\/?p=8800","title":{"rendered":"Zwischenstopp"},"content":{"rendered":"<p>Vor ein paar Tagen hatte ich Gelegenheit, kurz mit Tobias und Christian \u00fcber meinen letzten Blogeintrag \u201eWir nennen es Arbeit\u201c zu sprechen. Daf\u00fcr bin ich dankbar, denn: durch die direkte R\u00fcckmeldung habe ich erfahren, dass dieser Beitrag Schwierigkeiten bereitet hat, Schwierigkeiten, die nicht nur durch bestimmte (vielleicht etwas arrogant klingende) Formulierungen hervorgerufen wurden, sondern auch in der Sache begr\u00fcndet waren, z.B. zu meiner recht d\u00fcsteren Einsch\u00e4tzung der Jobchancen an der Uni.<\/p>\n<p>Mit Christian habe ich dann l\u00e4nger (etwas losgel\u00f6st vom genannten Beitrag) dar\u00fcber gesprochen, welchen Charakter Blogbeitr\u00e4ge denn generell haben sollen. Nat\u00fcrlich kann man hier nichts Allgemeines sagen, logo. Es gibt da verschiedene Mentalit\u00e4ten, die sich dann auch in der Art der Blogs wieder finden. Ich habe mich dann noch mal gefragt, was ich denn mit meinen Beitr\u00e4gen will, was sie mir bringen sollen. Ja, warum schreibe ich also diese Dinger? Ziehen wir mal ein nicht geringes Ma\u00df an Selbstdarstellungsbed\u00fcrfnis J ab, dann m\u00f6chte ich mit den Beitr\u00e4gen (so viele sind es ja nicht) Dinge mitteilen, die mich pers\u00f6nlich bewegen, \u00fcber die ich mehr als 10 Sekunden am Tag nachdenke, Dinge von denen ich meine, dass Dritte ggf. auch Interesse daran haben oder haben sollten, &#8230; ja ein politisches Moment schwingt wohl mit. Aber es sind auch Dinge, die mir selber noch nicht so ganz klar sind, mit denen ich selber schwanger gehe, die noch nicht reif bzw. spruchreif sind. Ja und genau dies ist der Punkt, wo sich die Geister scheiden: w\u00e4hrend die Einen ihre Gedanken erst dann \u00f6ffentlich machen wollen, wenn sie tiefer durchdrungen sind, stelle ich sie etwas voreilig, manchmal eher assoziativ ins Netz. Das hat einen Grund: ich denke, das ein Weblog eine Art \u201eDenkhilfe\u201c ist \u2013 f\u00fcr mich jedenfalls. Ich nutze den entschleunigenden Effekt des Niederschreibens, dadurch wird manches geordneter. Wenn ich es dann ins Netz hochlade &#8211; nicht immer mit ganz gutem Gef\u00fchl &#8211; dann habe ich den naiven Glauben, dass einige Leser (ein zwei lesen es ja doch), einfach mal etwas dazu sagen. Nach dem Motto: \u201eJunge, das geht ja gar nicht\u201c oder \u201eDieser Gedanke ist interessant, der andere zu d\u00fcnn, zu leichtfertig\u201c &#8230; wie auch immer. Ich denke, ein Weblog ist ein Raum, in dem man unfertige Gedanken formulieren kann, die dann mit Hilfe einiger Leser und Kommentare vielleicht etwas an Reife gewinnen. Meinem ersten Weblog habe ich daher den Untertitel gegeben \u201eVorhof zum rationalen Denken\u201c, was wohl doch etwas \u00fcbers Ziel hinausschie\u00dft.<\/p>\n<p>Ich will daher an meiner Linie festhalten, d.h. versuchen, etwas Essayhaftes mit etwas Provokation zu mixen. Man m\u00f6ge mir verzeihen, wenn es hin und wieder arrogant klingt, aber das sind dann wohl eher Schutzbem\u00fchungen. Und wenn ich durch diese lustigen Zeichen (g,j,x,p) am anderen Ende der Leitung jemanden \u00e4rgere, dann ist das ein sicherer Hinweis daf\u00fcr, dass sich was tut. Und DASS sich was beim anderen tut, das finde ich erstmal toll &#8230; weil es ein Anfang ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor ein paar Tagen hatte ich Gelegenheit, kurz mit Tobias und Christian \u00fcber meinen letzten Blogeintrag \u201eWir nennen es Arbeit\u201c zu sprechen. 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