{"id":8821,"date":"2007-09-15T00:00:00","date_gmt":"2007-09-14T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/frank-vohle.de\/?p=8821"},"modified":"2018-08-31T20:04:47","modified_gmt":"2018-08-31T19:04:47","slug":"gmw-2007-eindruecke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/didaktikbuero.de\/?p=8821","title":{"rendered":"GMW 2007 &#8211; Eindr\u00fccke"},"content":{"rendered":"<p><img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27250%27%20height%3D%27165%27%20viewBox%3D%270%200%20250%20165%27%3E%3Crect%20width%3D%27250%27%20height%3D%27165%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"\/wp-content\/uploads\/archive\/hamburg.jpg\" alt=\"\" hspace=\"5\" vspace=\"5\" width=\"250\" height=\"165\" align=\"left\" \/>Von Mittwoch bis Freitag waren Gabi und ich in Hamburg auf der diesj\u00e4hrigen GMW Tagung. Startpunkt war der Mittwoch und da ist mir die \u201eschwere\u201c Rede von Rolf Schulmeister in Erinnerung. Man muss verstehen: Schulmeister hat sich 40 Jahre f\u00fcr eine verwegene Idee mit Namen Bildung krummgelegt, mit aufrechten und stolzen Gang versteht sich. Ich kann nicht verschweigen, dass mir die Tr\u00e4nen in die Augen kamen, als Schulmeister am Ende seiner kurze Bildungsskizze bei  Sisyphus ankam, an der tiefen Einsicht (oder Aporie?), dass Bildung keinen absoluten Ma\u00dfstab kennt, kennen darf, sondern jeder dazu verdammt ist, diesen Letztgrund in sich selbst zu errichten (der Fels) \u2013 selten kommt Macht und Ohnmacht der Bildung so auf den Punkt. \u201eVerwegen\u201c sind all diese Gedanken deshalb, weil die moderne Universit\u00e4t das Gl\u00fcck eines Sisyphusdaseins gar nicht mehr kennen will. Schulmeister nennt seine Thesen dann auch konsequent \u201eUnzeitgem\u00e4\u00dfe\u201c \u2013 Nietzsche h\u00e4tte seine wahre Freude gehabt &#8230; oder h\u00e4tten sie gar zusammen geweint? Nun gut, \u2026 solche Momente wie am Mittwoch Abend bleiben im Kopf &#8230; und im Herzen. <\/p>\n<p>Zentrales Ereignis f\u00fcr mich war aber die Panelsdiskussion, die \u2013 Gott sei Dank \u2013 heil \u00fcber die B\u00fchne ging. Ich wei\u00df nicht, ob die hochgesteckten Erwartungen erf\u00fcllt wurden: erstens war relativ wenig die Rede von konkreten (kreativen) Lernszenarien in der Hochschullehre, zweitens war vom Streitcharakter der Runde nicht so viel zu sehen. Damit spreche ich aber schon zwei Dinge an, die man vielleicht nicht h\u00e4tte erwarten sollen. Wir wollten nicht kreative Lernszenarien ins Zentrum stellen, sondern vielmehr auf das Paradoxon hinweisen, dass eine kreative Lehre \u201ealle\u201c wollen, sich diese allzu oft aber nicht einstellen will \u2013 und das hat viele Gr\u00fcnde. Hierf\u00fcr Denkanst\u00f6\u00dfe zu liefern war Ziel der \u00dcbung. Und ich meine, dass sowohl der Madorator Mario Heller, als auch die Panelteilnehmer dieses Feld gut aufgeschl\u00fcsselt haben. Das es dabei (wieder einmal) etwas allgemeiner, unspezifische und weniger streitlustig zuging, liegt vielleicht an der akademischen Bremse. Ja vielleicht ist es auch wieder an der Zeit, dass Format zu \u00e4ndern, entweder in Richtung wissenschaftliches Kabarett oder \u2026 na! Gabi und ich haben uns bei der Zugfahrt dabei erwischt, \u00fcber Dinge nachzudenken, \u00fcber die jetzt mal andere nachdenken sollen ;-). Nach insgesamt vier Paneldiskussionen (P\u00f6cking, Augsburg, Z\u00fcrich und Hamburg) des Vereins \u00d6+B k\u00f6nnen wir feststellen: es ist viel Arbeit, man lernt interessante Leute kennen, man gewinnt ein \u201eThema\u201c neu,  aber es ist auch mal gut, kein Panel im Folgejahr vor sich zu haben. So k\u00f6nnen wir uns 2008 auf ein sch\u00f6nen Besuch in Krems freuen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Mittwoch bis Freitag waren Gabi und ich in Hamburg auf der diesj\u00e4hrigen GMW Tagung. Startpunkt war der Mittwoch und da ist mir die \u201eschwere\u201c Rede von Rolf Schulmeister in Erinnerung. Man muss verstehen: Schulmeister hat sich 40 Jahre f\u00fcr eine verwegene Idee mit Namen Bildung krummgelegt, mit aufrechten und stolzen Gang versteht sich. 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