{"id":8827,"date":"2007-11-14T00:00:00","date_gmt":"2007-11-13T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/frank-vohle.de\/?p=8827"},"modified":"2018-08-31T20:04:12","modified_gmt":"2018-08-31T19:04:12","slug":"soziales-verstehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/didaktikbuero.de\/?p=8827","title":{"rendered":"Soziales Verstehen"},"content":{"rendered":"<p>Gerade komme ich vom serven &#8230; dass ist ja ein eigent\u00fcmlicher Prozess: man wei\u00df nicht mehr so recht wo man gestartet ist und wie man von einer Seite zur anderen gekommen ist, egal. Am Ende meiner Tour war ich beim angek\u00fcndigten BMBF Programm &quot;&quot;Web 2.0&quot; und unter dem Eintrag von Jochen Robes fand ich einne lesenswerten Kommentar von <a href=\"http:\/\/www.weiterbildungsblog.de\/archives\/001565.html\">Helge Staedtler<\/a>. <\/p>\n<p> (&#8230;) &quot;<em>Eine F\u00f6rderung der Ingenieure, um soziales Verstehen und Hineindenken in normale Menschen zu etablieren, w\u00fcrde sich hier eventuell als F\u00f6rderprojekt anbieten. Die wahren Goldsch\u00e4tze sind meiner Ansicht nach aber an der Grenzen zwischen Technik und Sozialpsychologie zu finden.&quot;<\/em><\/p>\n<p>Dieses Statement finde ich sehr interessant, zumal aus dem Mund eines &quot;Technikers&quot; (die Zuordnungen verschwimmen ehe). Helge sieht die zentrale Herausforderung im Bereich e-learning \/web 2.0  im &quot;sozialen Verstehen&quot;. Damit meint er einerseits die Kompetenz von Technologen sich in Motive von Nutzern oder potentiellen Nutzern hineinzudenken. Andererseits geht es ihm im mehr Forschung im Bereich zum Nutzerverhaltens, um die Frage &quot;warum&quot; zeigt man Web 2.0 Verhalten (bloggen taggen etc.). Mit einer reinen Funktionszuschreibung (Kommunikation, Selbstdatstellung, etc.) ist es wohl nicht getan. Warum nutzen einige (wenige) Menschen diese M\u00f6glichkeiten, andere aber wieder nicht?<\/p>\n<p>Also, warum &quot;mitmachen&quot;? &#8230;das Web 2.0 wird ja u.a. auch als Mitmachnetz beschrieben. Wer will den mitmachen?? Wir haben so einen normativen Anspruch auch in Schule und Hochschule. Neulich kam ich mit Basti Gr\u00fcnwald (der eine tolle MA Arbeit \u00fcber interaktive Erlebniswelten geschrieben hat) dar\u00fcber ins Gespr\u00e4ch und zwar im Kontext Erlebniswelten\/Erlebnisparks. Da sieht es ganz klar so aus, dass europ\u00e4ische Versionen sehr passiv gestaltet sind, also fahrgesch\u00e4ftsorientiert. Im Gegensatz zu amerikanischen oder japanischen Erlebniswelten, da geht es richtig zur Sache, hier machen die Menschen (mehr) mit. Deshalb haben auch narrative Ans\u00e4tze dort eine gr\u00f6\u00dfere Bedeutung (interactive story telling).  <\/p>\n<p>Also: ist es letztlich eine Frage der Kultur? Ja sicher, wenn man voraussetzt, dass der Mensch von Natur aus neugierig ist, nach Selbstwirksamkeit strebt, sozial eingebunden und autonom sein m\u00f6chte (Deci &amp; Ryan). Mir erscheinen diese Erkl\u00e4rungem alle richtig, aber auch zu unspezifisch. Es ist eine Frage der Kultur, sicher, aber es geht hier doch um ein Gemengelage aus Faktoren\/Begrenzungen: keine Zeit, Reflexions- und Dokumentationsleistung ist anstrengend, wenig institutionelle Anerkennung, Geringsch\u00e4tzung des eigenen (lokalen) Wissens vor allgemeinen Wissen, geringe Vernetzung von Beruf und Privatleben, etc. Wir wachsen in dieser Welt auf, unsere Schul- und Hochschulsysteme pauken uns diese &quot;Logik&quot; ein, im Beruf ist lernen zwar &quot;angesagt&quot;, aber wenn es um &quot;Lern-Zeit&quot; geht, wenn es um \u00d6ffnung nach au\u00dfen geht, dann geht nix mehr. Ich habe in letzter Zeit zwei Kontexte kennen gelernt, in denen das Thema Web 2.0 neu ist. Das Problem sind nicht einzelne Anwendungen, sondern die mit dem Thema Web 2.0 einhergehende &quot;\u00d6ffnung der Organisation&quot; und die gesehenen Gefahr eines Kontrollverlustes. Den Mehrwert eines organsiationalen!!! Kontrollverlustes (auf individueller Ebene kann das Spa\u00df machen &#8211; siehe <a href=\"http:\/\/medienpaedagogik.phil.uni-augsburg.de\/modules\/content\/index.php?id=133\">Gr\u00fcnwald 2007<\/a>) m\u00fcsste man noch aufzeigen.    <\/p>\n<p>Ja, &quot;soziales Verstehen&quot; ist wichtig: einmal auf der Produktionsseite von Technologen, P\u00e4dagogen, Psychologen und vor allem Dom\u00e4nenexperten! (interdisziplin\u00e4res arbeiten) und auf der Nutzerseite in Richtung soziale Prozesse und Motivlagen. Wer Web 2.0 aber auch f\u00fcr Organsiationen nutzbar machen will, der darf die Stolpersteine zum organsiationale Verstehen nicht vergessen.        <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerade komme ich vom serven &#8230; dass ist ja ein eigent\u00fcmlicher Prozess: man wei\u00df nicht mehr so recht wo man gestartet ist und wie man von einer Seite zur anderen gekommen ist, egal. 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