{"id":8879,"date":"2009-05-29T00:00:00","date_gmt":"2009-05-28T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/frank-vohle.de\/?p=8879"},"modified":"2018-08-31T20:04:28","modified_gmt":"2018-08-31T19:04:28","slug":"mit-den-woelfen-heulen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/didaktikbuero.de\/?p=8879","title":{"rendered":"Mit den W\u00f6lfen heulen!"},"content":{"rendered":"<p>\nAls Kind hatte ich immer so einen Traum: ich fiel in ein tiefes, schwarzes Loch, in dem mich dann wolfs\u00e4hnliche Tiere \u00fcberraschten und mich bedrohten. Ich konnte jahrelang wegen dieser Viecher nicht richtig einschlafen. Eines Tages nahm ich mir vor, ihnen den Kopf &#8211; meinen Kopf \u2013 in den Rachen zu stopfen, koste es was es wolle. Gesagt, getr\u00e4umt. Im n\u00e4chsten Traum steckte ich also trotz schwei\u00dftreibender Not meinen Kopf zwischen die gro\u00dfen, wei\u00dfen, fletschenden Z\u00e4hne. Pl\u00f6tzlich wachte ich auf und der Traum sollte mich nie wieder einholen. Wenn es mit allen \u00c4ngsten doch so einfach w\u00e4re. Gestern hatte ich wieder so einen \u201eTraum\u201c. Ich musste oder besser wollte mein erstes Referat auf Englisch vor einem meist englischsprachigen Publikum halten \u2013 wei\u00dfe Z\u00e4hne, \u2026 Sie verstehen? Nun, nach der Vorrede muss ich nun nicht mehr sagen, wie es ausgegangen ist, aber vielleicht einige Erg\u00e4nzungen liefern \u2026<\/p>\n<p><img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27397%27%20height%3D%27296%27%20viewBox%3D%270%200%20397%20296%27%3E%3Crect%20width%3D%27397%27%20height%3D%27296%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"\/wp-content\/uploads\/archive\/besancon.jpg\" alt=\"\" hspace=\"5\" vspace=\"5\" width=\"397\" height=\"296\" align=\"middle\" \/>\n<\/p>\n<p>\nKongressort war <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Besan%C3%A7on\">Besancon<\/a> (<a href=\"http:\/\/images.google.de\/imgres?imgurl=http:\/\/www.panoramio.com\/photos\/original\/8379449.jpg&amp;imgrefurl=http:\/\/www.panoramio.com\/photo\/8379449&amp;usg=__ti5oRKodRecxk8fCu1IcQPNG4-0=&amp;h=1629&amp;w=2601&amp;sz=1605&amp;hl=de&amp;start=8&amp;um=1&amp;tbnid=yglFEDdXoRQYSM:&amp;tbnh=94&amp;tbnw=150&amp;prev=\/images%3Fq%3Dfort%2Bgiffon%26hl%3Dde%26client%3Dfirefox-a%26rlz%3D1R1WZPB_de___DE324%26sa%3DN%26um%3D1\">Fort Griffon<\/a>) eine kleine Stadt im Osten Frankreichs, etwa 6 Fahrstunden von M\u00fcnchen entfernt. Die <a href=\"http:\/\/www.aiesep.ulg.ac.be\/\">AIESEP<\/a>, eine internationale Organisation im Bereich der Sportp\u00e4dagogik, hatte hierher eingeladen und ein gemeinsames Abendessen mit Herr Prof. <a href=\"http:\/\/www.uni-leipzig.de\/sportpaedagogik\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=173\">Richartz <\/a>(Uni Leibzig) am Vorabend zur Veranstaltung versprach eine gute Zeit. Unter dem f\u00fcr mich interessanten Tagungstitel: \u201c<a href=\"http:\/\/www.aiesep.ulg.ac.be\/upload\/aiesep_2009_besancon.pdf\">Situated Learning, reflective practice and knowledge construction in Physical Education<\/a>\u201d versammelten sich ca. 80 Forscher aus aller Welt: Neuseeland, Australien, Mauritius, Europa, Afrika, China, Amerika etc. Bei einer solchen bunten Gruppe ist es nicht verwunderlich, dass die Stimmung sehr offen war und man sich mit Deutsch-Englisch-Franz\u00f6sichen \u201eMisch\u00fcbersetzungen\u201c in den Pausen und zu den Keynotes ganz gut retten konnte. <\/p>\n<p>Ich selber habe \u00fcber den edubreak-SportCampus gesprochen, damit war ich der Einzige (soweit ich das sehe), der einen mediendidaktischen Akzent setze. Genau hatte ich diesen Titel: Reflective learning in physical education with a multicodal online video tool: A structure genetic approach (J. Piaget) for knowledge transformation&quot; (<a href=\"http:\/\/www.imb-uni-augsburg.de\/medienp-dagogik\/biblio\/reflective-learning-physical-education-multicodal-online-video-tool-structure\">Abstract<\/a>). Zentral war also, wie man die Lernchancen im Bereich der Videoannotierung theoretisch besser fassen kann, wobei ich mich im Wesentlichen auf die Strukturgenese, den \u201csemiotischen Akt\u201d (wie <a href=\"http:\/\/seiler-auerbach.de\/2.html\">Seiler<\/a> sagt) und das Wechselverh\u00e4ltnis von individueller Kognition und sozialer Partizipation (Perkins) konzentriert habe. Zu meiner Verwunderung haben die Zuh\u00f6rer alles verstanden (ok, ich habe abgelesen, aber wie!), sie haben mein \u201egreat english\u201c gelobt (es waren P\u00e4dagogen!) und vor allem den innovativen, mediendidaktischen Ansatz gewertsch\u00e4tzt. Von diesen \u201eTr\u00e4umen\u201c h\u00e4tte ich gern mehr! <\/p>\n<p>Sehr angetan war ich vom Keynote der franz\u00f6ischen Professorin <a href=\"http:\/\/www.staps.univ-bpclermont.fr\/spip.php?rubrique2\">Nathalie Gal-Petitfaux <\/a>(Universit\u00e9 de Clermont-Ferrand) die \u00fcber \u201esituated learning anthropology\u201c sprach und dabei auf das Verh\u00e4lnis von \u201eSituiertheit und Handlung\u201c genauer einging. Leider konnte ich dem Disput zwischen ihr und dem Franzosen <a href=\"http:\/\/fapsesrvnt2.unige.ch\/Fapse\/didlang.nsf\/da28ebe456397f3d41256c6a0040d030\/ce6020dab45bea14c1256cb5005d3ecb\">Jean-Paul Bronckard<\/a> nicht mehr ganz folgen (weil auf franz\u00f6sisch). Ebenso schade ist es, das sein viel versprechender Vortrag &quot;Apprentissage et d\u00e9velopment dans la perspective de L`interactionisme socio-discursif\u201c erst heute stattfindet, wo ich doch schon wieder in Deutschland bin. Mich h\u00e4tte das was er sagt interessiert, weil er die Bedeutung der Sprache f\u00fcr situiertes Lernen ins Zentrum seiner Argumentation stellt und das ist im Sportcampus eben auch ein elementarer Faktor. Schlie\u00dflich: Gefreut habe ich mich \u00fcber den Kontakt zu <a href=\"http:\/\/issw.unibas.ch\/article\/article.php3?art=340\">Dean Barker<\/a>, einen jungen Forscher der Uni Basel, der mich zudem zu einer Mitgliedschaft in die AIESEP gewinnen konnte.\n<\/p>\n<p>\nHmm\u2026 Was alles passiert, wenn man den Kopf in das Maul steckt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Kind hatte ich immer so einen Traum: ich fiel in ein tiefes, schwarzes Loch, in dem mich dann wolfs\u00e4hnliche Tiere \u00fcberraschten und mich bedrohten. Ich konnte jahrelang wegen dieser Viecher nicht richtig einschlafen. 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