{"id":8882,"date":"2009-06-21T00:00:00","date_gmt":"2009-06-20T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/frank-vohle.de\/?p=8882"},"modified":"2018-08-31T20:04:29","modified_gmt":"2018-08-31T19:04:29","slug":"learning-from-learners-a-smart-idea","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/didaktikbuero.de\/?p=8882","title":{"rendered":"learning from learners &#8211; a smart idea?!"},"content":{"rendered":"<p>\n<img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27132%27%20height%3D%27104%27%20viewBox%3D%270%200%20132%20104%27%3E%3Crect%20width%3D%27132%27%20height%3D%27104%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"\/wp-content\/uploads\/archive\/darmstadt.jpg\" alt=\"\" hspace=\"5\" vspace=\"5\" width=\"132\" height=\"104\" align=\"left\" \/>Die letzten beiden Tage war ich auf der <a href=\"http:\/\/www.gkel.tu-darmstadt.de\/iatel\/\">IATEL-Tagung<\/a> in Darmstadt, was sehr interessant war. <a href=\"http:\/\/gabi-reinmann.de\/?p=1154\">Gabi<\/a> musste dort einen Vortrag halten und in einem solchen Fall bietet sich ein Exkurs aus dem Alltag immer an ;-). Schon vor Wochen wollte ich ein Motivationsschreiben zu dieser Tagung einreichen, um dort an den Workshops aktiv teilzunehmen. Leider habe ich das verschwitzt und so konnte ich mich mit dem didaktischen Konzept zum SportCampus nur oberfl\u00e4chlich einbringen. Inhaltlich bot meine Session hierzu n\u00e4mlich mancherlei Anker: z.B. durch die Anwesenheit von Computerlinguisten und Informatikern, die Interesse an dem Zusammenhang von \u201eBewegungsvisualisierung und Sprache\u201c oder \u201eguided tagging\u201c hatten.\n<\/p>\n<p>\nIn unserer Session \u201elearning from learner \u2013 a smart idea\u201c haben wir das Ziel verfolgt, die impliziten oder auch fehlenden \u201eSetzungen\u201c (Annahmen, Bedingungen) zu finden, die hinter dem eigenen Lernkonzept stehen, z.B. gehe ich von einem Novizen-Experten Modell aus? Will ich Sinnverstehen f\u00f6rdern oder blo\u00dfe Informationsverteilung? Betrachte ich den Lerner als hilfsbed\u00fcrftig oder neugierig? Welche Vorstellung habe ich von der Community? Wie steht diese mit dem einzelnen Lerner in Verbindung? Hinter diesen Fragen verbergen sich Modelle, z.B. Lernermodell, Communitymodell, Technikmodell, Anwendungsmodell, etc. Es kam im Grunde heraus, dass sich einige Kleingruppen gar keine Gedanken \u00fcber ihre Modellannahmen machen oder dass das Zusammenspiel (Abh\u00e4ngigkeiten) der Teilmodelle nicht hinreichend ber\u00fccksichtigt wird. Insofern ist es interessant, s y s t e m a t i s c h nach blinden Flecken der didaktischen und technischen Entwicklungsarbeit zu suchen und dabei f\u00fcr die unterschiedlichen Fachsprachen\/ Annahmen der Beteiligten (allem voran P\u00e4dagogen und Informatiker) sensibilisiert zu werden. <\/p>\n<p>Ich habe gemerkt, dass die Diskussion \u201eohne konkreten Fall\u201c oft schwindlig hoch und allgemein ist, da man immer alle m\u00f6glichen Modellparameter ber\u00fccksichtigen muss. Das ist einerseits inspirierend, weil die geistige Beweglichkeit \u00fcber die Modellgrenzen hinweg hoch ist. Andererseits ist eine solche Diskussion unbefriedigend, weil sie bei informationsarmen Aussagen stehen bleiben muss, z.B., \u201ees kommt darauf an\u201c ob die Idee Learners from learners funktioniert. Durch eine dichte Beschreibung eines komplexen Falls k\u00f6nnte man die vorgeschlagenen Modelle \u201eaktivieren\u201c, d.h., konkreten Modellparametern zuordnen. Diese Konkretisierung bei gleichzeitiger Modelleeinordnung h\u00e4tte den gro\u00dfen Vorteil, dass man die zentrale Frage der Ausbalancierung von Modellparametern (model balancing) anschaulich macht. Das ist &#8211; glaube ich &#8211; sehr lehrrreich, f\u00fcr den Vortragenden und Zuh\u00f6rer. <\/p>\n<p>Die Abschlussdiskussion am Samstag b\u00fcndelte nochmal die Ergebnisse aus den Sessions. Gegen Ende ging es nicht mehr um e-learning, sondern um Grunds\u00e4tzliches: um den Wert der Formung an einer Universit\u00e4t, dem Wert der \u201eUnterwerfung\u201c der Studenten unter einen \u201eZwang\u201c, der zur Freiheit und Bindung f\u00fchrt (<a href=\"http:\/\/www.sesink.de\/\">Sesink<\/a>). Das sind alte, dialektische Formeln, die immer noch g\u00fcltig sind. Das Problem der m o d e r n e n Universit\u00e4t ist aber, dass wir uns verst\u00e4rkt \u201etoten Formen\u201c unterwerfen, also Regeln und Bindungen, die \u201eweh tun\u201c OHNE das damit personales Wachstum verbunden ist. So kamen wir abschlie\u00dfend zu einer Hintergrundfolie f\u00fcr e-learning-\u201eAktivisten\u201c, von der auch Gabi in ihrem Vortrag gesprochen hatte: Ist die subtile \u00d6konomisierung der Universit\u00e4t im Gewandt einer FORMALISIERUNG Treiber f\u00fcr die Lern-UN-kultur? Ja, das <a href=\"\/node\/170\">Thema<\/a> hatten wir schon einmal bei \u00d6konomie und Bildung. Was tun? Darauf wurde keine Antwort gegeben und ich wei\u00df auch nicht, ob die e-Learning Forschung darauf eine Antwort geben KANN, denn politische Aktivit\u00e4t ist f\u00fcr den modernen Forscher ein \u201eno go\u201c, oder? Wem das zu pessimistisch ist, der sei auf das Spiel von <a href=\"http:\/\/mms.uni-hamburg.de\/zentrale\/persons\/view\/9\">Wey-Han <\/a>(einer der Referenten) verwiesen: der Nutzer kann hier durch anarchistische Kreativit\u00e4t Grenzen ausloten und letztlich (selbst)aufkl\u00e4rerisch wirken. Zumindest lebt die \u201eIdee des Politischen\u201c im Spiel weiter \u2026 ;-).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die letzten beiden Tage war ich auf der IATEL-Tagung in Darmstadt, was sehr interessant war. Gabi musste dort einen Vortrag halten und in einem solchen Fall bietet sich ein Exkurs aus dem Alltag immer an ;-). Schon vor Wochen wollte ich ein Motivationsschreiben zu dieser Tagung einreichen, um dort an den Workshops aktiv teilzunehmen. 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