{"id":8884,"date":"2009-07-12T00:00:00","date_gmt":"2009-07-11T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/frank-vohle.de\/?p=8884"},"modified":"2018-08-31T20:04:08","modified_gmt":"2018-08-31T19:04:08","slug":"was-ist-ein-i-modulator","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/didaktikbuero.de\/?p=8884","title":{"rendered":"Was ist ein i-Modulator?"},"content":{"rendered":"<p>Gestern hatte ich ein Gespr\u00e4ch mit meinem Bruder, Peter. Schon l\u00e4nger, eigentlich schon seit 10 Jahren, besch\u00e4ftigen wir uns (informell) mit der Vorgr\u00fcndungsphase, also der Phase eines Projekts, wo es darauf ankommt, rohe Ideen zu formen, K\u00f6pfe zu motivieren und ihre Potentiale zu koordinieren. Das hat viel mit Psychologie, vielleicht auch P\u00e4dagogik, wenig mit flie\u00dfendem Geld zu tun ;-). Mit dem aus der Unternehmensgr\u00fcndungsszene bekannten Begriff der \u201eseed-Phase\u201c sind diese Prozesse nur unzureichend abgebildet: \u201evor\u201c kann vieles hei\u00dfen und der Gr\u00fcndungszeitpunkt x ist oft nur ein formaler Rechts-Akt . <\/p>\n<p>Wie kann man den Wertsch\u00f6pfungsprozess und die damit verbundenen sehr unterschiedlichen Herausforderungen beschreiben? Peter hat vor allem den ersten Schritt im Blick: \u201eIn der Startphase kommt es darauf an, dass jemand die Personen (Tr\u00e4ger der Ideen) f\u00fcr ein Produkt oder eine Dienstleistung, z.B. Ingenieure unterschiedlicher Fachrichtungen, \u201eaktiviert\u201c, ihnen das Wertsch\u00f6pfungspotenzial vor Augen h\u00e4lt, die verstreuten Ideenfragmente so aufbereitet, dass daraus eine vermarktbares Potential (nicht ein wissenschaftliches Potential) entsteht. Kurz: man muss einen Anfang machen, man muss Energien dort b\u00fcndeln, wo sie latent sind: etwas Unsichtbares und fl\u00fcchtiges wird sichtbar. Dabei muss man die meist kauzige Art der Ideengeber aushalten k\u00f6nnen, man muss durch ein \u201ehalbes\u201c (meist analoges) Verstehen die Idee zusammenhalten, man muss ein Klima der Kommunikation entfalten k\u00f6nnen und zwar dort, wo die Gruppe noch gar nicht so genau wei\u00df, wor\u00fcber sie kommunizieren soll \u2013 Kommunikation ohne Grund , aber mit Zweck. <\/p>\n<p>Die Person, die diesen \u201eersten Akt\u201c unterst\u00fctzt, k\u00f6nnte man i-Modulator nennen. Warum Modulation? M. ist ein transdisziplin\u00e4rer Begriff, der in der Musik, Medizin, Biochemie, Linguistik vor allem in der Nachrichtentechnik gebraucht wird. Als Begriffskern k\u00f6nnte man sagen, dass man mit Modulation eine \u201eAnpassung\u201c, \u201e\u00dcberleitung\u201c, \u201eTransformation\u201c mindestens zweier Qualit\u00e4ten meint. Hier ein Blick in die Nachrichtentechnik:<\/p>\n<p><em>\u201eEin gro\u00dfes Anwendungsgebiet in der Nachrichtentechnik ist die Signal\u00fcbertragung. Es geht darum, wie man viele Informationen m\u00f6glichst verlustfrei \u00fcber einen \u00dcbertragungsweg \u00fcbertragen kann. Bei der \u00dcbertragung verschiedener Signale auf dem selben \u00dcbertragungsweg ist ohne eine vorherige Signalaufbereitung kaum eine Signal\u00fcbertragung m\u00f6glich. Deshalb werden Modulationsverfahren eingesetzt, um Informationen und Daten so in elektrische Signale umzuwandeln, damit sie f\u00fcr die \u00dcbertragung geeignet sind. Ein Modulationsverfahren beschreibt, wie Daten abgebildet werden m\u00fcssen, damit sie auf einem Kabel oder \u00fcber die Luft \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen.\u201c<\/em> (<a href=\"http:\/\/www.elektronik-kompendium.de\/sites\/kom\/0211195.htm\">Quelle<\/a>: Elko)<\/p>\n<p>\u201eUnterschiedliche Daten auf EIN Kabel kriegen\u201c. So oder so \u00e4hnlich k\u00f6nnte man (recht mechanistisch) die Funktion eine i-Modulators im Gr\u00fcndungsprozess beschreiben. Wof\u00fcr steht das \u201ei\u201c? Ganz modern f\u00fcr Idee, Innovation, Information. <\/p>\n<p>Erst wenn dieser \u00dcbergang von der impliziten zur einer expliziten Idee vollzogen ist, wenn man \u00fcberhaupt erst sagen kann: \u201eWir haben eine Idee!\u201c, dann kommen die BWL-er, die diese Idee in Richtung eines ordentlichen BP mit Projektplanung weiterentwickeln, dann kommen die Banker, welche die Idee weiter pr\u00fcfen und am Ende kommen die VC-Partner, die an den abstrakten Eckwerten der Gr\u00fcndung Interesse haben.<\/p>\n<p>Warum erscheint mir der i-Modulator (also ein Kunstwort) erw\u00e4hnenswert? Weil der oben skizzierte \u201efl\u00fcchtige Prozess\u201c weder in der Gr\u00fcndungspraxis angemessen eingebunden noch in der Literatur zum entreprenerership education gut beschrieben ist. Gerade im Zuge eines \u201eWirtschaftskundeunterrichts\u201c an Schulen oder Projekten zum Gr\u00fcndungsprozess (EE) an der Universit\u00e4t f\u00e4nde ich die Besch\u00e4ftigung mit dem i-Modulator wichtig, weil Sch\u00fcler\/Studenten erfahren k\u00f6nnte, dass \u201eWirtschaft\u201c nicht vom Himmel f\u00e4llt, sondern (zumindest Wirtschaftsgr\u00fcndungen) viel mit Psychologie, P\u00e4dagogik und \u2026 wenn man den Spagat aush\u00e4lt, auch einiges mit \u201ekosmischer Religi\u00f6sit\u00e4t&quot;\u00a0 (s.a. A. <a href=\"http:\/\/www.mensch-einstein.de\/_\/biografie\/biografie_jsp\/key=3934.html\">Einstein<\/a>) zu tun haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern hatte ich ein Gespr\u00e4ch mit meinem Bruder, Peter. 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