{"id":8902,"date":"2009-11-28T00:00:00","date_gmt":"2009-11-27T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/frank-vohle.de\/?p=8902"},"modified":"2018-08-31T20:04:49","modified_gmt":"2018-08-31T19:04:49","slug":"e-portfolio-der-wunde-punkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/didaktikbuero.de\/?p=8902","title":{"rendered":"E-portfolio &#8230; der wunde Punkt!"},"content":{"rendered":"<p><img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27192%27%20height%3D%2775%27%20viewBox%3D%270%200%20192%2075%27%3E%3Crect%20width%3D%27192%27%20height%3D%2775%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"\/wp-content\/uploads\/archive\/HH.jpg\" alt=\"\" width=\"192\" height=\"75\" align=\"left\" \/>Die letzten Tage waren wir auf der <a href=\"http:\/\/www.campus-innovation.de\/node\/580\">Campus Innovation<\/a> in Hamburg. Mich hat der Track \u201ee-portfolios\u201c sehr interessiert, weil wir uns in den kommenden Monaten intensiver diesem Thema widmen werden (Projekt: sports coaching education und driver instructor education). In beiden Kontexten geht es um praxis- und handlungsorientierte, darum nicht minder komplexe Coaching-T\u00e4tigkeiten, in denen sich die Lernenden meist \u201eim Feld\u201c und unter \u201eTheoriefeuer\u201c einen roten Faden zusammenspinnen m\u00fcssen. Also, ich hatte offene Ohren f\u00fcr die Portfolios.<\/p>\n<p>Der Track \u201e<a href=\"http:\/\/www.campus-innovation.de\/node\/628\">e-portfolios<\/a>\u201c wurde von <a href=\"http:\/\/mms.uni-hamburg.de\/blogs\/meyer\/blog\/\">Thorsten Meyer<\/a> eingef\u00fchrt. Ein Highlight (neben <a href=\"http:\/\/gabi-reinmann.de\/?p=1574\">Gabis<\/a> mrogendlichen Keynote) war der Vortrag von <a href=\"\/Thomas%20H%C3%A4cker,\">Thomas H\u00e4cker,<\/a> einem Schulp\u00e4dagogen, der wohl zu den wenigen deutschen Experten in diesem Feld z\u00e4hlt. Bei H\u00e4cker wurde schnell klar, dass es ihm um die \u201eMethode, Haltung, Wertsch\u00e4tzung\u201c hinter dem Begriff geht. Im Zentrum steht das Subjekt, Ziel und Zweck des Portfolio-Einsatzes ist die F\u00f6rderung von Selbststeuerung UND Selbstbestimmung einschlie\u00dflich sozialer Partizipation. Gerade im Mangel an einer inhaltlichen Mitsprache (Selbstbestimmung) sieht H\u00e4cker den Pferdefu\u00df moderner Portfolio-Arbeit. Er weist auf neoliberale Vereinnahmungstendenzen hin, z.B. indem Portfolioarbeit \u201ehalbiert\u201c, um Selbstbestimmung gekappt werde. Dies trage dann in der Folge zur Halb- oder Unbildung bei.<\/p>\n<p>An dieser Stelle hatte ich schon das erste \u201eAber\u201c im Kopf \u2013 f\u00fcr eine wissenschaftliche Tagung ist das ja nicht falsch. Doch wurde in der Folge dieses \u201eAber\u201c immer gr\u00f6\u00dfer, angefangen beim Beitrag von <a href=\"http:\/\/www.campus-innovation.de\/node\/1041\">Sandra Schaffert <\/a>(salzburg research) \u00fcber einen Redebeitrag von <a href=\"\/Thomas%20H%C3%A4cker,\">Rolf Schulmeister <\/a>(der sich \u00fcber die Ern\u00fcchterung in der Diskussion freut) bis zur Podiumsdiskussion am Ende der Tagung, bei der zwar alle Podiumsteilnehmer die POTENTIALE des e-Portfolios sahen (beschw\u00f6rten?), doch keiner so recht die Frage von <a href=\"\/\">Peter Baumgartner<\/a> beantworten konnte, was denn der Mehrwert eines Portfolios sei.<\/p>\n<p>Das war f\u00fcr mich der wunde Punkt! Was IST also ein Portfolio? Sicherlich nicht das Erscheinungsbild (Gesicht) z.B. Pr\u00e4sentations-, Showcase etc. Portfolio, sicherlich nicht die Technologie wordpress, Mahara oder drupalEd. Sondern? Ehe man hier wieder in eine allgemeine Beschreibung der Methode (sammeln, reflektieren, selektieren, pr\u00e4sentieren) oder auch Taxonomie abdriftet, f\u00e4nde ich es zur Erdung und Kl\u00e4rung der Diskussion gut, wenn wir in Zukunft von \u201edicht beschrieben Beispielen\u201c h\u00f6ren k\u00f6nnen (von der Perspektive wie bei <a href=\"http:\/\/www.weiterbildungsblog.de\/\">Joachim Robes<\/a>), die in der Praxis einen darstellbaren Mehrwert erzeugen. Das h\u00e4tte den Vorteil, dass wir weniger \u00fcber theoretische &quot;Rahmungen&quot;, Kooperationspartner und Didaktik-W\u00fcnschen h\u00f6ren w\u00fcrden (Redundanzen), sondern mehr in die konkreten Erfahrungen und Interaktionen \u201evor Ort\u201c eintauchen k\u00f6nnten, die \u2026 einen UNTERSCHIED machen! Also Beispiele und diese dann mit der Lupe und in \u201eslow motion\u201c betrachten. Ich bin der festen \u00dcberzeugung, dass genau diese Hinwendung zu Beispielen (Empirie) und damit zu k o n k r e t e n didaktischen Anforderungen in der Dom\u00e4ne x,y,z die theoretische Diskussion stimulieren und die verwendeten Begriffe mit Inhalt f\u00fcllen w\u00fcrde. Am Ende darf es jedenfalls nicht passieren, dass jemand berechtigter Weise fragt: Was ist ein Portfolio? \u2026 und alle im Raum zwar hundert Rahmungen, aber kein Bild im Kopf haben. <\/p>\n<p>Klingt alles etwas b\u00f6se, was? Hmmm. Vielleicht liegt das auch daran, weil ich gerade bei Bruno Latour auf S. 240 bin, &#8230; der setzt einem solche Fl\u00f6he in den Kopf ;-). Die Hamburger Tage haben aber mit Sicherheit dazu beigetragen, dass wir in den kommenden Wochen intensiver \u00fcber das Thema nachdenken und vor allem Peter Baumgartners Einwand aufgreifen, n\u00e4mlich dass die Metapher der PortfolioARBEIT (schwer, m\u00fchsam) gegen eine gewisse \u201eLeichtigkeit\u201c (siehe iphone, twitter) ausgetauscht\/erweitert werden muss.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die letzten Tage waren wir auf der Campus Innovation in Hamburg. Mich hat der Track \u201ee-portfolios\u201c sehr interessiert, weil wir uns in den kommenden Monaten intensiver diesem Thema widmen werden (Projekt: sports coaching education und driver instructor education). 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