{"id":8934,"date":"2010-11-07T00:00:00","date_gmt":"2010-11-06T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/frank-vohle.de\/?p=8934"},"modified":"2018-08-31T20:05:04","modified_gmt":"2018-08-31T19:05:04","slug":"balance-wie-denken-wir-uns-das","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/didaktikbuero.de\/?p=8934","title":{"rendered":"BALANCE: Wie denken wir uns das?"},"content":{"rendered":"<p>\nIrgendwie begleitet mich das Thema \u201eBalance\u201c schon l\u00e4nger und zwar in recht unterschiedlichen Zusammenh\u00e4ngen, was mir noch gar nicht so bewusst war \u2013 bis heute.\n<\/p>\n<p>\nZu aller erst denke ich an den Kontext des Lehrens und Lernens. Da fallen mir Begriffe ein wie: \u201eBlended Learning, hybrides Lernen, Methodenmix, Interdisziplinarit\u00e4t\u201c. Offenbar fordert die komplexe und oftmals widerspr\u00fcchliche Bildungs- und Forschungspraxis eine Art \u201eMitte\u201c ein, die unterschiedliche Strategien, Ans\u00e4tze und Paradigmen integriert und mit Geltung der jeweiligen Bereichsautonomien ausbalanciert. Doch woher nehmen wir die Idee des Ausbalancierens? Gibt es hierzu theoretische Vorstellungen, eine Art Gleichgewichtstheorie des Lehrens und Lernens jenseits der piagetischen \u00c4quibrillation?\u00a0\n<\/p>\n<p>Zum Zweiten denke ich an unser noch junges <a href=\"http:\/\/www.oekonomie-und-bildung.de\/\">Netzwerk \u00d6konomie und Bildung e.V<\/a>.. Seit Beginn der Aktivit\u00e4ten im Jahr 2004 schlagen wir uns u.a. mit einer zentralen Frage herum: In welchem Verh\u00e4ltnis stehen \u00d6konomie und Bildung zueinander? In den vielen Gespr\u00e4chen u.a. mit <a href=\"http:\/\/gabi-reinmann.de\/\">Gabi<\/a>, mit meinem Bruder Peter, mit Fritz B\u00f6hle und <a href=\"http:\/\/sandrainthesky.wordpress.com\/\">Sandra Hofhues<\/a> hantieren wir immer wieder mit Metaphern, um den gro\u00dfen Widerspruch, aber auch die produktiven Abh\u00e4ngigkeiten fassen zu k\u00f6nnen &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes \u201eDenk-Kr\u00fccken\u201c. Vor diesem Hintergrund habe ich heute Morgen zum Buch \u201eWelt in Balance\u201c gegriffen, darin enthalten das <a href=\"http:\/\/www.uni-klu.ac.at\/uniclub_home\/downloads\/FriulanischesManifest03.pdf\">Friulanisches Manisfest<\/a>, das auf knapp vier Seiten den Hintergrund zur \u00f6kosozialen Marktwirtschaft auf den Punkt bringt. Im Buch generell, in unseren Verein im Speziellen geht es um die Frage der Ausbalancierung von Interessen, nicht im Sinne einer \u201eHarmonie\u201c, sondern im Sinne eines Widerspruchmanagements. <\/p>\n<p>\nEin dritter Bereich ist die eigene Gesundheit. Um sie zu wahren, muss man sich um sie k\u00fcmmern, sie vor dem Hintergrund konkurrierender Interessen in ein Gleichgewicht bringen. Erfolgsbed\u00fcrfnisse und Karrierewille, Bed\u00fcrfnis nach sozialen Kontakten, Wohlbefinden und Entspannung. Wer hier das rechte Ma\u00df im Blick hat, von dem aus er die vielen Anspr\u00fcche \u201emanagt\u201c, der kann sich gl\u00fccklich sch\u00e4tzen. Wir reden von psychosozialer Gesundheit, um darauf hinzuweisen, dass Gesundheit ein \u201eIntegral\u201c aus sozialen, psychologsichen und auch k\u00f6rperlichen Bed\u00fcrfnissen ist.\n<\/p>\n<p>\nAlso: drei Bereiche, in denen wir etwas ausbalancieren m\u00fcssen: Lernprozesse, Governance, Gesundheit. Wie eine Steckpuppe greifen diese Bereiche ineinander, von der Mikroebene einer gesundheitlichen Koh\u00e4renz bis auf die Makroebene einer \u00f6ko-sozialen Marktwirtschaft. Was jeweils von uns gefordert wird, ist eben diese Suche und konkrete Umsetzung von Balance. Aber, wie denken wir uns Balance? Als Mischung, als Integration, als Widerspruchsgelage, als Flie\u00dfgleichgewicht? Welches mentale Konzept, welchen \u201e<a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Kt0VJoyNaB8&amp;feature=related\">Frame<\/a>\u201c haben wir im Kopf: eine Wippe, ein sich drehender Kreisel, ein Agonist\/Antagonist-Modell, \u2026 nochmal: Wie konzipieren wir Balance, was ist die regulative Idee? Wer ein Buch kennt, das diese Frage behandelt, dem w\u00e4re ich f\u00fcr einen Tipp dankbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Irgendwie begleitet mich das Thema \u201eBalance\u201c schon l\u00e4nger und zwar in recht unterschiedlichen Zusammenh\u00e4ngen, was mir noch gar nicht so bewusst war \u2013 bis heute. Zu aller erst denke ich an den Kontext des Lehrens und Lernens. Da fallen mir Begriffe ein wie: \u201eBlended Learning, hybrides Lernen, Methodenmix, Interdisziplinarit\u00e4t\u201c. 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