{"id":8945,"date":"2011-04-16T00:00:00","date_gmt":"2011-04-15T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/frank-vohle.de\/?p=8945"},"modified":"2018-08-31T20:04:30","modified_gmt":"2018-08-31T19:04:30","slug":"ich-teste-eine-theorie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/didaktikbuero.de\/?p=8945","title":{"rendered":"Ich teste eine Theorie"},"content":{"rendered":"<p>\n<img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27156%27%20height%3D%27176%27%20viewBox%3D%270%200%20156%20176%27%3E%3Crect%20width%3D%27156%27%20height%3D%27176%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"\/wp-content\/uploads\/archive\/zahlen.jpg\" alt=\"\" hspace=\"5\" width=\"156\" height=\"176\" align=\"left\" \/>Schon seit acht Wochen habe ich meine PIN-Nummer vergessen, mit der ich am Geldautomaten Bares abholen kann. So gehe ich wie anno 1985 an den Bankschalter, sage artig: &quot;Bitte 150,- Euro.&quot; .. und ich bekommen den Betrag mit einem netten L\u00e4cheln ausgezahlt. Nur, das ist ja keine L\u00f6sung! Von einer Kartenneubestellung habe ich bisher abgesehen, die 20 Euro \u00e4rgern mich dann doch. Der PIN-Code K\u00d6NNTE mir ja jede Sekunde wieder einfallen?!!\n<\/p>\n<p>\nGestern habe ich es herausgefordert: Ich wei\u00df, dass uns Dinge IN SITUATIONEN einfallen, allgemeiner, dass Wissen an und in Situationen gebunden ist, wie es die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Situiertes_Lernen\">situated cognition-Bewegung<\/a> gezeigt und\/oder behauptet. Also wie sieht das Life-Experiment aus? Ich bin gestern in ein Gech\u00e4ft gegangen und habe mir einen Anzug gekauft, ich stelle mich an der Kasse an, ich gebe die Kreditkarte ab, stehe vor dem Eingabeger\u00e4t, die Kassiererin sagt, &quot;hier bitte den PIN eingeben&quot;, ich z\u00f6gere (denke kurz \u00fcbr das Experiment nach) &#8230; und sage dann, &quot;Ich kann das <em>jetzt <\/em>nicht!&quot;. Die Kassiererin und die hinter mir stehenden Kunden sind verwundert. Ich sage, dass ich eine kurze Pause brauche. Hmmm, Teil 1 des Experiments ist nicht gegl\u00fcckt, aber es tut sich was.\n<\/p>\n<p>\nIch setze mich auf einen Stuhl direkt neben der Kasse, mache die Augen zu und denke dar\u00fcber nach, warum ich an der alten (faschen) Zahlenfolge so h\u00e4nge? In dem Moment macht es Klick. Ich stelle mich also erneut an, die Kassiererin sagt, &quot;Ein neuer Versuch?&quot; Ich tippe den vierstelligen Code ein und &#8230; reisse beide Arme nach oben. Teil 2 des Experiments ist gegl\u00fcckt. Man darf nie zu schnell aufgeben.\n<\/p>\n<p>\nMeine Schlussfolgerung: Da ich mehrere Karten habe, kam es zu einer Vermischung der Nummern in meinem Kopf. Das liegt wohl auch daran, weil EINE Situation mit mehreren Codes belegt ist, da gibt es keine Differenzierung. Warum aber funktionierte diese &quot;Situierung&quot; nicht am o.g. Bankautomaten? Weil es keine echte Situierung war, ich wusste bereits VOR dem Besuch, dass ich die Nummer nicht eingeben konnte. Beim Anzugkauf hatte ich es drauf angelegt (Koordination ohne bewusstes Kalk\u00fchl=&gt; <a href=\"http:\/\/www.amazon.com\/Situated-Cognition-Representations-Computational-Perspectives\/dp\/0521448719\">Clancey<\/a>) &#8230; ich h\u00e4tte auch scheitern k\u00f6nnen. Aber nun gut, mich interessiert dieser theoretische Ansatz, gut nachzulesen auch bei <a href=\"http:\/\/epub.ub.uni-muenchen.de\/200\/\">Lai-Chong Law<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon seit acht Wochen habe ich meine PIN-Nummer vergessen, mit der ich am Geldautomaten Bares abholen kann. So gehe ich wie anno 1985 an den Bankschalter, sage artig: &quot;Bitte 150,- Euro.&quot; .. und ich bekommen den Betrag mit einem netten L\u00e4cheln ausgezahlt. Nur, das ist ja keine L\u00f6sung! 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