{"id":8946,"date":"2011-04-30T00:00:00","date_gmt":"2011-04-29T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/frank-vohle.de\/?p=8946"},"modified":"2021-06-14T17:55:40","modified_gmt":"2021-06-14T16:55:40","slug":"intrapreneuer-sportive-oder-warum-ich-ein-gueldenpfennig-fan-bin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/didaktikbuero.de\/?p=8946","title":{"rendered":"Intrapreneuer sportive &#8230; oder: Warum ich ein G\u00fcldenpfennig-Fan bin"},"content":{"rendered":"<p><!-- [if gte mso 9]><xml>\n<\/xml><![endif]--><!-- [if gte mso 9]><xml>\nNormal\n0\n21\nfalse\nfalse\nfalse\nDE\nX-NONE\nX-NONE\n<\/xml><![endif]--><!-- [if gte mso 9]><xml>\n<\/xml><![endif]--><!-- [if gte mso 10]>\n\n\n\n<style>\n\/* Style Definitions *\/\ntable.MsoNormalTable\n{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\nmso-tstyle-rowband-size:0;\nmso-tstyle-colband-size:0;\nmso-style-noshow:yes;\nmso-style-priority:99;\nmso-style-parent:\"\";\nmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\nmso-para-margin-top:0cm;\nmso-para-margin-right:0cm;\nmso-para-margin-bottom:10.0pt;\nmso-para-margin-left:0cm;\nline-height:115%;\nmso-pagination:widow-orphan;\nfont-size:11.0pt;\nfont-family:\"Calibri\",\"sans-serif\";\nmso-ascii-font-family:Calibri;\nmso-ascii-theme-font:minor-latin;\nmso-hansi-font-family:Calibri;\nmso-hansi-theme-font:minor-latin;\nmso-bidi-font-family:\"Times New Roman\";\nmso-bidi-theme-font:minor-bidi;\nmso-fareast-language:EN-US;}\n<\/style>\n\n\n\n<![endif]--><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignleft\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27188%27%20height%3D%27275%27%20viewBox%3D%270%200%20188%20275%27%3E%3Crect%20width%3D%27188%27%20height%3D%27275%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"\/wp-content\/uploads\/archive\/sven.gif\" alt=\"\" width=\"188\" height=\"275\" align=\"left\" hspace=\"5\" \/>Wer ist <a href=\"http:\/\/www.academia-verlag.de\/titel\/serie\/serie_Sport_als_Kultur_Studien_zum_Sinn_des_Sports.htm\">G\u00fcldenpfennig<\/a>? Es muss um 1997 gewesen sein, als mir mein damaliger Chef (Prof. Quanz) zwei B\u00fccher auf den Tisch legte und sagte: \u201eLesen Sie die mal und versuchen Sie einen Kommentar!&#8220;. Damals hatte ich alle weltlichen Herausforderungen ;-) hinter mir (Diplom und Staatsexamen) war dennoch unzufrieden und genau in diesem Bewusstseinszustand stie\u00df ich auf die beiden bunten Ostereier, d.h. die G\u00fcldenpfennig-B\u00fccher \u201eSport: Autonomie und Krise&#8220; sowie \u201eSport: Kunst oder Leben&#8220;. Die B\u00fccher bewegten mich tief, nie zuvor hatte ich soetwas gelesen, Luhmann, Kant, Goodman, Walzer, Nietsche, Welsch in dichter Folge und alle sollten bezeugen, dass Sport Kunst ist. Punkt. Was G\u00fcldenpfennig mit seinen beiden B\u00fcchern (und den folgenden) vorlegt ist eine Kulturwissenschaft des Sports, eine Art Bewegungssemiotik, die helfen soll, das Kulturph\u00e4nomen Sport als Sinnsystem &#8211; es geht also um den Ideengehalt &#8211; (besser) zu deuten. Ich nahm mir ganze sechs Monate Zeit, studierte die B\u00fccher ausgiebig, verfasste einen ca. 15-Seitigen Kommentar und schickte diesen nach Berlin zum Autor, den ich nicht weiter kannte. Damit war f\u00fcr mich die Sache erledigt, ich hatte meine Befriedigung. Es folgte aber eine Einladung nach Berlin, an das Deutsche Olympische Institut\u00a0am Wannsee, eine intensive Unterhaltung mit Sven G\u00fcldenpfennig und den Wunsch, \u00fcber Sport als Kunstgattung zu promovieren. Wegen Geldmangels wurde das nichts, ich ging zu Siemens und promovierte an der Uni Augsburg \u00fcber Analogien.<\/p>\n<p>Warum erz\u00e4hle ich das? Zum einen, weil ich vor einem Monat (also nach 15 Jahren Sendepause) in einem Projektgespr\u00e4ch erfahren habe, dass mein Gegen\u00fcber der Trauzeuge von Sven ist. Nur Zufall? Gut, wenn ja, dann ist es ein sch\u00f6ner. Zum anderen, weil auch das aktuelle Buch von Sven wieder sehr spannend ist, allein der Titel provoziert: \u201e<a href=\"http:\/\/www.academia-verlag.de\/titel\/69514.htm\">Die W\u00fcrde des Sports ist unanstastbar<\/a>!&#8220;. Kann Sport (als Kulturph\u00e4nomen) eine W\u00fcrde haben? Was ist \u00fcberhaupt W\u00fcrde? Auch hier spannt Sven wieder einen breiten Bogen auf, nimmt einen mit zu Mythen aus der Antike, die helfen sollen, den Sinnkern des Sports besser zu verstehen, diskutiert ausgiebig <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Peter_Sloterdijk\">Peter Sloterdijs<\/a> Werk \u201eDu musst dein Leben \u00e4ndern!&#8220; mit dem Ziel die Essenz dieses Buches auf den Sportkern zu beziehen und kommt am Ende schlie\u00dflich zu der Vielschichtigkeit des W\u00fcrde-Begriffs. Nach gut 400 Seiten tour de cultur hat man gelernt, dass Sport ein sch\u00f6pferisches-\u00e4sthetisches Handeln, ein Streben nach pers\u00f6nlicher Exzellenz ist, wobei gerade das w\u00fcrdevolle Scheitern-K\u00f6nnen und der vern\u00fcnftige Umgang mit Grenzen elementare Bestandteile des G\u00fcldenpfennigschen Sportbegriffs sind.<\/p>\n<p>Warum komme ich immer wieder (in unterschiedlichen Blogbeitr\u00e4gen, in meinem Kopf sowieso) auf das Thema Sport + Kunst zur\u00fcck? Was rei\u00dft mich an der Vorstellung, Sport sei Streben nach pers\u00f6nlicher Exzellenz, Umgang mit Grenzen, w\u00fcrdevolles Scheitern, etwas \u00c4sthetisches im Medium der Bewegung? Wer mich kennt, wei\u00df, dass ich diese Vorstellungen gerne ausweite, sie (unzul\u00e4ssig) genaralisiere, sie in Lebens!Bereiche hineintrage, wo die Pr\u00e4missen des Sports nicht mehr g\u00fcltig sind, z.B. in eine Universit\u00e4t oder ein Unternehmen. Dort experementiere ich mit diesen Idealen, suche Verbindungen z.B. zur Idee des Entrepreurships, zu generellen sch\u00f6pferischen Handlungen, in denen der Einzele als Einzelner z\u00e4hlt! Wenn man sich fragt, welche Idee ein Unternehmen f\u00fcr seine Mitarbeiter anbietet (also jenseits des Geldes), wof\u00fcr es sich lohnt, alles zu geben, dann kommt man an den oben genannten Kategorien nicht vorbei, da ist es einfach zu wenig, was aktuell in Leitbildern von Unternehmen blass und kraftlos \u201everkauft&#8220;<br \/>\nwird.<\/p>\n<p>Auch wenn man Svens Ideen nicht 1:1 in die unternehmerische oder universit\u00e4re Lebenswirklichkeit entlassen kann (er w\u00fcrde mich pr\u00fcgeln), vielleicht regen sie aber doch dazu an, den Entrepreneurship-Sinn weiter in Richtung eines <em>intrapreneur sportive<\/em> (das ist <em>kein<\/em> Sportunternehmer!) auszubauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer ist G\u00fcldenpfennig? 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