{"id":8981,"date":"2012-10-18T00:00:00","date_gmt":"2012-10-17T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/frank-vohle.de\/?p=8981"},"modified":"2018-08-31T20:04:08","modified_gmt":"2018-08-31T19:04:08","slug":"was-ist-ein-postfolio","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/didaktikbuero.de\/?p=8981","title":{"rendered":"Was ist ein Postfolio?"},"content":{"rendered":"<p><img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27336%27%20height%3D%2769%27%20viewBox%3D%270%200%20336%2069%27%3E%3Crect%20width%3D%27336%27%20height%3D%2769%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"\/wp-content\/uploads\/archive\/dttb.png\" alt=\"\" hspace=\"5\" width=\"336\" height=\"69\" align=\"left\" \/>Seit 2007\/8 begleiten wir den Deutschen Tischtennis Bund e.V. bei der Umsetzung, Verstetigung und institutionellen Verankerung von Blended Learning-Kursen. Dabei kommt der edubreakCAMPUS zum Einsatz, dessen Schwerpunkt ja bekanntlich im Bereich Videolernen liegt. Im Jahrjahrgang 2010\/2011 des einj\u00e4hrigen A-Lizenzkurses haben wir erstmals e-Portfolios eingesetzt, um die unterschiedlichen Lernorte- und -Phasen zusammenzuhalten und um die Pr\u00fcflinge auf die Endpr\u00fcfung vorzubereiten. Der Einsatz hat in diesem ersten Zyklus m\u00e4\u00dfig fuktioniert: die Teilnehmer waren unzureichend auf die e-Portfolioarbeit vorbereitet und offenbar war auch die Idee nicht so attraktiv, dass sie sich daf\u00fcr intensiv Zeit genommen h\u00e4tten. <\/p>\n<p>\nMan ist geneigt, diese Evaluationsergebnisse u.a. mit einer schlechten Usabillity zu verbinden: hier noch ein paar mehr Kn\u00f6ppe, da noch ein einfacherer Workflow. Wir haben uns dieses Mal aber nicht auf die Technik gest\u00fcrzt, sondern sind noch mal in die Didaktik gegangen. Ein zentraler Bestandteil der Ausbildung war das Verfassen einer wissenschaftlichen Hausarbeit, also die Beantwortung einer Forschungsfrage mit wissenschaftlichen Mitteln. Das war nie so recht befriedigend, u.a. weil der Zeitrahmen f\u00fcr Berufst\u00e4tige eng ist und man sich fragen musste, ob die Professionalit\u00e4t eines Trainers mit richtigen Zitieren (b\u00f6se gesagt) besser wird. Der DTTB hat beschlossen, die Hausarbeit als Pr\u00fcfelement fallen zu lassen. Stattdessen gibt es jetzt die Aufgabe, einen Spieler elf Monate (also fast die ganze Ausbildungszeit) zu coachen: Analysephase, Zielfindung, Coachingprozess und Ergebnisaufbereitung. Genau das finden die Teilnehmer attraktiv und herausfordernd, weil das Coachen genau den Kern ihres Selbstverst\u00e4ndnisses ausmacht und sich von hier aus viele Fragen ergeben.\n<\/p>\n<p>\nNachdem wir das neue Coachingkonzept erstellt hatten, haben wir es mit der e-Portfolioarbeit verbunden. Mit dieser neuen Binnenstrukturierung (Analyse, Ziel, Prozess, Ergebnis) ist nun wesentlich klarer, warum man das \u201emit dem e-Portfolio macht&quot;. Die gro\u00dfe Anzahl an Artefakten (z.B. Videokommentare und Blogbeitr\u00e4ge) die innerhalb der ersten drei Phasen entstehen l\u00e4sst sich nun reduzieren, man kann wichtige Artefakte von unwichtigen trennen, man kann Verbindungen zwischen Artefakten festhalten. Wir haben uns wieder daf\u00fcr entscheiden, dass die Ergebnisse aus der e-Portfolioarbeit der Jury bei der Endpr\u00fcfung vorgestellt werden sollen &#8211; das motiviert &#8211; alle! Aber wir werden das nicht mehr in der Lernumgebung machen, weil sich die Komplexit\u00e4t eines Entwicklungsportfolios niemals so \u201esch\u00f6n&quot; darstellen l\u00e4sst, dass man es in 10 min der Jury vermittelt. Stattdessen machen wir einen bewussten Medienbruch und lassen die Teilnehmer \u201ewissenschaftliche Poster&quot; zum Coachingprojekt erstellen (ein klein wenig Wissenschaft durch die Hintert\u00fcr, sozusagen). Das zwingt die Teilnehmer dazu, nur Wesentliches zu nennen, in einer Form, die Dritte anspricht und in einer 5-min-Pr\u00fcfung machbar ist, auch ohne Beamer und Strom. Neu ist, dass die Inhalte des Posters mit Artefakten aus dem e-Portfolio referenziert werden m\u00fcssen, der Pr\u00fcfer also fragen k\u00f6nnen muss, ob es zu dieser Aussage (auf dem Poster) eine Videoszene mit Kommentierung gibt &#8211; online mit dem smartphone ist man ja immer ;-). Diese neue Form des wissenschaftlichen Posters k\u00f6nnte man \u201ePostfolio&quot; nennen, also ein Kunstwort aus Poster und Portfolio. Wir werden sehen, ob das Coachingkonzept, die e-Portfolioarbeit im letzten Viertel des Kurses, die Erstellung der Postfolios und die Diskussion in der Pr\u00fcfung befriedigende Ergebnisse liefern. Toll ist jedenfalls &#8211; und da bin ich dem DTTB (besonders aber <a href=\"http:\/\/www.ttvn.de\/content.php?IDn=6&amp;pg=4_199&amp;pers_dtID=138&amp;kon=1\">Markus S\u00f6hngen<\/a>) dankbar &#8211; dass sie unglaublichen Mut bei der Umsetzung von neuen Konzepten beweisen. Aber wir wissen ja: nur die Harten kommen in&#39; Garten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit 2007\/8 begleiten wir den Deutschen Tischtennis Bund e.V. bei der Umsetzung, Verstetigung und institutionellen Verankerung von Blended Learning-Kursen. Dabei kommt der edubreakCAMPUS zum Einsatz, dessen Schwerpunkt ja bekanntlich im Bereich Videolernen liegt. 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