{"id":9036,"date":"2014-09-28T00:00:00","date_gmt":"2014-09-27T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/frank-vohle.de\/?p=9036"},"modified":"2018-08-31T20:04:51","modified_gmt":"2018-08-31T19:04:51","slug":"brauchen-wir-mehr-barcamps-ja-nein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/didaktikbuero.de\/?p=9036","title":{"rendered":"Brauchen wir mehr BarCamps? Ja &#038; Nein"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 12pt; line-height: 107%; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin-left: 6px; margin-right: 6px;\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27305%27%20height%3D%27396%27%20viewBox%3D%270%200%20305%20396%27%3E%3Crect%20width%3D%27305%27%20height%3D%27396%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"\/wp-content\/uploads\/archive\/VK.png\" alt=\"\" width=\"305\" height=\"396\" \/>Am Freitag und Samstag war ich auf dem <a href=\"http:\/\/colearncamp.hessenmetall.de\/\">CorporateLearningCamp 2014<\/a> in Frankfurt. Mehr als 100 Teilnehmer aus allen Bildungsbereichen von NPO und Hochschule \u00fcber (Bau)Verwaltung bis Wirtschaft waren anwesend und haben \u00fcber Bildungsfragen diskutiert. Circa eine Stunde nach Startschuss konnte <a href=\"http:\/\/khpape.wordpress.com\/\">Karlheinz Pape<\/a> dann auch erfreut feststellen: \u201eWir haben uns alle vorgestellt und die Tagesagenda mit \u00fcber 20 Sessions steht, wo gibt es das sonst?\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 12pt; line-height: 107%; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Ja, es ist schon erstaunlich was passiert wenn man die ansonsten konsumierenden Konferenzteilnehmer zu Produzenten und Mitverantwortlichen des Tages macht, wenn man sieht, was Experten so drauf haben, was sie gern und gekonnt anbieten \u2013 hier wird ernsthaft \u201e2,0\u201c gelebt und man erkennt: Koproduktion funktioniert! Und so findet der Bildungsengagierte an sich alles, was interessant ist: Ganz Praktisches, manchmal Technisches und hin und wieder auch ein Theoriebeitrag, der gar nicht so theoretisch sein will, um die Teilnehmer nicht zu verschrecken. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 12pt; line-height: 107%; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Ich selber habe zwei Sessions angeboten: Eine zum Thema Videokommentierung (Schluss mit Kino), in der ich das Konzept Social Video Learning im Rahmen des Blended Learning-Szenarios der Sporttrainer diskutiert habe (vgl. <a href=\"https:\/\/twitter.com\/YingaWei\/status\/515514301558558720\/photo\/1\">Skizze<\/a>, Danke an <a href=\"http:\/\/www.gezeitenraum.com\/\">gezeitenraum<\/a>!!!), und eine Folge-Session, in der wir der Frage nachgingen, wo im Kontext der Wirtschaft die \u201eVideos herkommen\u201c, denn ganz so mutig und frei wie im Sportkontext ist man hier nicht, kann man hier nicht sein, aus rechtlichen und kulturellen Gr\u00fcnden. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 12pt; line-height: 107%; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\" data-mce-mark=\"1\">Ehrlich gesagt, habe ich au\u00dferhalb der Sessions, auf den G\u00e4ngen und Fluren, am meisten gelernt. Das wird Karlheinz nicht wehtun, denn genau um das geht es ihm ja: Erm\u00f6glichungsr\u00e4ume schaffen. Z.B. ist mir die Unterhaltung mit <a href=\"https:\/\/www.xing.com\/profile\/Sandra_Schleimer?dpt=sysm&amp;ttp=mail&amp;plf=own&amp;pid=vme&amp;xtr=lnk\">Sandra Schleimer<\/a>, in der es um einen m\u00f6glichen Einsatz von edubreak in der Entwicklungszusammenarbeit ging, oder das Gespr\u00e4ch mit <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=a9Md5P-IG1U\">Heinz Erretkamps<\/a>, in dem wir einen Spaziergang am Starnberger See ins Auge gefasst haben, um \u00fcber die weltbeste Akademie f\u00fcr SCRUM-Trainer (nicht IT!) nachzudenken, oder das Gespr\u00e4ch mit <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=sw47TYooMwQ\">G\u00fcnther M. Szogs<\/a> (da habe ich die Karte ;-)), der mir die Grundphilosophie des Leonardo-Awards beibrachte und der ein Interesse an unseren Entwicklungsarbeiten aus dem Sport hatte, vom Videostoppen bis zur sozialen Innovation.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 12pt; line-height: 107%; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\" data-mce-mark=\"1\">All das hat mir gefallen! Nun fragt man sich bei der \u00dcberschrift (vgl. auch <a href=\"https:\/\/twitter.com\/YingaWei\/status\/516122484974690305\/photo\/1\">hier<\/a>), wo denn hier der Haken ist. Ich sehe eine Chance und eben ein Defizit. Die Chance bei einem BarCamp besteht darin, dass sich hier Bildungsengagierte auf Augenh\u00f6he treffen und befreit von Rollenzw\u00e4ngen austauschen k\u00f6nnen. Das lockt an, vor allem die, die ihre mitgebrachten Corporate-Probleme und Fragen mit Gleichgesinnten sichten und er\u00f6rtern wollen. Das schafft ein Gef\u00fchl von Gemeinschaft, Einsichten und L\u00f6sungen und motiviert zur Vernetzung. All das ist klasse, und es ist ein Verdienst von KH Pape und \u201eseinen\u201c Mitstreiter, im Portfoliodschungel der \u201eBildungsr\u00e4ume\u201c einen sch\u00f6nen und einladenden hinzugef\u00fcgt zu haben, was nicht immer leicht ist. Wir erinnern uns: Es ist schwerer, aus dem Nichts einen Punkt zu machen, als aus einem Punkt einen bunten Ballon! Ich w\u00fcnsche KH, dass sein Ballon sehr hoch steigt!<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 12pt; line-height: 107%; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Was das Defizit betrifft, m\u00f6chte ich auf einen Punkt hinweisen, der aus dem Gespr\u00e4ch mit G\u00fcnther M. Szogs entstanden ist: Auch BarCamps bedienen die Bed\u00fcrfnisse der Teilnehmer, sind in diesem Sinne selbstreferenziell und laufen damit Gefahr, dass sie das nicht beobachten, was au\u00dferhalb der Horizonte der Teilnehme liegt oder eben hier und jetzt nicht interessiert: So sind Fragen um die <em>Voraussetzung von Bildungsproduktion<\/em> (Struktur, Macht, Autonomie, Finanzierung, Zweck, politische Abh\u00e4ngigkeit) oder zu <em>alternativen<\/em> Modellen der Bildung gerade im Kontext der Wirtschaft zwar in Flurgespr\u00e4chen pr\u00e4sent, in angebotenen Sessions bleiben die Sitze aber leer! Resonanz und Relevanz kommen nicht immer zur Deckung. Auf anderen Wegen ist es aber auch nicht leicht: Unser 2004 gegr\u00fcndetes \u201e<a href=\"http:\/\/www.oekonomie-und-bildung.de\/\">Netzwerk \u00d6konomie und Bildung<\/a>\u201c hatte genau eine solche Zielstellung des Fragens. 2014 haben wir den Laden geschlossen wegen Ressonanzmangels im Innen- und Au\u00dfenverh\u00e4ltnis. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt; line-height: 107%; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Mein Fazit: Bildung ist ein \u201edickes Brett\u201c und ein BarCamp ist eine gute S\u00e4ge!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt; line-height: 107%; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Vgl. auch <a href=\"http:\/\/www.weiterbildungsblog.de\/2014\/09\/29\/brauchen-wir-mehr-barcamps-ja-nein\/\">Weiterbildungsblog<\/a>&nbsp;<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Freitag und Samstag war ich auf dem CorporateLearningCamp 2014 in Frankfurt. 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