{"id":9080,"date":"2016-10-02T00:00:00","date_gmt":"2016-10-01T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/frank-vohle.de\/?p=9080"},"modified":"2018-08-31T20:04:48","modified_gmt":"2018-08-31T19:04:48","slug":"flipped-meeting-als-tagungs-management-methode","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/didaktikbuero.de\/?p=9080","title":{"rendered":"Flipped Meeting als Tagungs-Management-Methode"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin-left: 8px; margin-right: 8px;\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27344%27%20height%3D%27191%27%20viewBox%3D%270%200%20344%20191%27%3E%3Crect%20width%3D%27344%27%20height%3D%27191%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"\/wp-content\/uploads\/archive\/boz.png\" alt=\"\" width=\"344\" height=\"191\" \/>W\u00e4hrend in Deutschland die ersten Herbstst\u00fcrme um die H\u00e4user fegen, war es im italienischen Bozen in den letzten drei Tagen herrlich warm. Genau das richtige Klima, um mit dem ganzen Projektteam von Prepare an unserem zweiten EU-Treffen zu arbeiten (l\u00e4ngerer Bericht von Klaus Himpsl-Gutermann &amp; Reinhard Bauer&nbsp;<a href=\"http:\/\/podcampus.phwien.ac.at\/zli\/archives\/3563\">hier<\/a>). Methodisch neu war, dass wir dieses Treffen als Flipped Meeting organisiert haben (vgl. auch den Beitrag von <a href=\"https:\/\/denkspuren.blogspot.de\/2016\/09\/mit-prof-handke-im-gesprach-vom.html\">denkspuren<\/a>). Aber der Reihe nach \u2026<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">In der virtuellen Vorphase hatten wir uns mit Blick auf die knappe Zeit in Bozen darauf geeinigt, dass jeder Teilprojektleiter den aktuellen Projektstand in Form eines Videos zusammenfasst und auf edubreak zur Kommentierung aller Mitglieder bereitstellt. Der Effekt: Wir konnten schon im Vorfeld unser Wissen teilen und Probleme identifizieren, \u00fcber die wir dann in Bozen vertieft diskutieren wollten. Kurz vor Bozen waren mehrere Videos online (Screenvideos und klassische Pr\u00e4sentationen vor dem Beamer) und viele Tn hatten sich mit knapp 100 Videokommentaren argumentativ eingestimmt. Klasse!<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">In Bozen hatte ich das Gef\u00fchl, dass wir schon \u201edrin\u201c waren, so dass wir auch relativ schnell zur Sache kommen konnten. Das zeigte sich u.a. in der raschen Entwicklung eines der wichtigsten Bausteine im Projekt: Dem verallgemeinerten Ablaufplan f\u00fcr die reflexive Praxis. Unter Ablaufplan verstehen wir ein Vorgehensmodell, welche Aufgaben man bereitstellen muss, um eine Unterrichtsreflexion mit kollaborativem Feedback zu organisieren: (1) Zielsetzung nennen und Erwartungen der Tn zu einem Thema X in einem Blogbeitrag formulieren lassen. (2) Aufforderung, eine Unterrichtssequenz mit Bezug zu (1) zu filmen und online zu stellen. (3) Aufforderung, im Video im Sinne einer Selbstreflexion nach St\u00e4rken, Schw\u00e4chen, Chancen und Risiken zu suchen und dies mit einem Videokommentar explizit zu machen. (4) Einholen von Feedback seitens der Mitstudierenden durch Rekommentierung\/Kommentierung entweder global von allen oder spezifisch von einem Tandempartner. (5) Optional und je nach Ressourcen: Expertenfeedback durch die Lehrenden via Videokommentar einbinden und (6) Formulierung der pers\u00f6nlichen Konsequenzen vor dem Hintergrund von 1-5 in einem Blogbeitrag. Bis hierher sind wir gekommen, weitere Arbeitsschritte in Richtung e-Portfolio-Arbeit (Prozessportfolio = in edubreak) und Inszenierung (Produkt- oder Show Case-Portfolio = in mahara) stehen noch aus. &nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Nat\u00fcrlich sind mit diesem Modell noch nicht die konkreten Aufgaben formuliert. Aber ich denke, dass dies nun f\u00fcr jeden von uns machbar ist. Auf jeden Fall ist der Ablaufplan eine gute (allgemeine) Basis, mit der man nun Erfahrungen zur reflexiven Praxis sammeln, austauschen und verfeinern kann.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Wie geht es mit dem \u201eflipped\u201c nun weiter? Wir haben in Bozen wieder Videos aufgenommen, nicht blind alles, sondern sehr gezielt nur die \u201everdichteten Gedanken\u201c: Wir haben die Arbeitsergebnisse auf Flipchart von Teammitgliedern noch einmal verbalisieren bzw. rekonstruieren lassen. Genau diese Videos sind die Grundlage daf\u00fcr, dass wir asynchron in der n\u00e4chsten Woche online weiterdenken. Dabei soll der Kerngedanke aufgegriffen und verfeinert werden, denn jeder von uns hat bestimmt noch Ideen, sobald er\/sie wieder in der jeweiligen Heimat ist.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Wie bewerte ich den Prozess? Die Idee und der hier skizzierte Ablauf haben funktioniert. Was wir in Zukunft besser machen k\u00f6nnen, sind die Disziplin und die Zeitplanung: Nicht jeder von uns hatte im Vorfeld die Zeit, die Videos zum Arbeitsstand fr\u00fchzeitig hochzuladen, nicht jeder von uns hat seine Fragen oder Ideen im Videokommentar hinterlassen und sicherlich konnten auch nicht alle Tn die Videokommentare vorab lesen und hier ein kollaboratives Feedback geben. Weiter sehe ich Verbesserungsbedarf in der Zusammenfassung der ~ 100 Videokommentare zu einer Diskussionsagenda. Dies hatte ich relativ schnell zusammengeschustert, was mir aber vor Ort nachgesehen wurde.&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Kurz: Flipped Meeting mit Social Video Learning kann man als Tagungs-Management-Methode einordnen. Die Herausforderung f\u00fcr die Zukunft besteht darin, dass wir an der \u201eflipped culture\u201c arbeiten, also an den neuen Arbeitsroutinen und Haltungen, die ein solcher Wechsel von Gewohnheiten mit sich bringt \u2013 ein Thema, dass aktuell \u00fcber allen 4.0-Wortkombinationen schwebt.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend in Deutschland die ersten Herbstst\u00fcrme um die H\u00e4user fegen, war es im italienischen Bozen in den letzten drei Tagen herrlich warm. Genau das richtige Klima, um mit dem ganzen Projektteam von Prepare an unserem zweiten EU-Treffen zu arbeiten (l\u00e4ngerer Bericht von Klaus Himpsl-Gutermann &amp; Reinhard Bauer&nbsp;hier). 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