{"id":9446,"date":"2018-12-31T10:33:15","date_gmt":"2018-12-31T09:33:15","guid":{"rendered":"https:\/\/frank-vohle.de\/?p=9446"},"modified":"2018-12-31T10:33:15","modified_gmt":"2018-12-31T09:33:15","slug":"die-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/didaktikbuero.de\/?p=9446","title":{"rendered":"Die Zukunft"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-medium wp-image-9448 alignleft\" src=\"https:\/\/frank-vohle.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20180701_220318-1-300x169.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/frank-vohle.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20180701_220318-1-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27300%27%20height%3D%27169%27%20viewBox%3D%270%200%20300%20169%27%3E%3Crect%20width%3D%27300%27%20height%3D%27169%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/didaktikbuero.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20180701_220318-1-300x169.jpg 300w, https:\/\/didaktikbuero.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20180701_220318-1-768x432.jpg 768w, https:\/\/didaktikbuero.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20180701_220318-1-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/didaktikbuero.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20180701_220318-1.jpg 3264w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>In ein paar Wochen werde ich einen Artikel in der Buchreihe \u201eDie Zukunft des Sports\u201c abgeben m\u00fcssen, in dem ich unser Konzept Lernen \u201a5.0\u2018 weiter ausbuchstabieren darf. F\u00fcr alle, die es noch nicht wissen: Lernen \u201a5.0\u2018 beinhaltet f\u00fcnf Dimensionen zur Neugestaltung der Trainerausbildung. Da steckt meines Erachtens genug digitale und didaktische Zukunft drin, genug sportpolitische Utopie. Also \u2026 alles gut?<\/p>\n<p>Nein, denn ich frage mich grunds\u00e4tzlich: Wie, also methodisch, kann man \u00fcber die Zukunft des Sports reden? Geht es um das Wahrscheinliche oder W\u00fcnschenswerte? Welchen Rat geben uns eigentlich die Wissenschaften jenseits des Systemwissens (Evidenzen), wenn es um (normatives) Zielwissen und das noch viel knappere Transformationswissen geht?<\/p>\n<p>Und weiter: \u00dcber welchen Sport reden wir, wenn wir die Zukunft DES Sports ins Auge fassen? \u00dcber den traditionellen Leistungs- und Wettkampfsport? \u00dcber sportnahe, aber doch eher spielerische, nicht-kompetitive Bewegungsformen wie z.B. Joga? Oder neue Sporterscheinungen wie den e-Sport, der Millionen von Menschen \u00fcber virtuelle Spielkonsolen mit virtuosen Fingerspielen in den visuellen Bann zieht? Kurz: Gibt es ihn \u00fcberhaupt noch, DEN EINEN Sport, und falls ja, welche Zukunft wolle wir warum f\u00fcr ihn?<\/p>\n<p>Themenwechsel!?<\/p>\n<p>In der aktuellen Ausgabe der ZEIT wurden Politiker danach gefragt, wie sie sich die Welt in 50 Jahren vorstellen. Die Politiker hatten die Aufgabe, eine Dystopie (Alles wird schlecht) und eine Utopie (Alles wird gut) zu skizzieren. Herausgekommen sind etwa 10 Zukunftsskizzen, in denen es bei der Dystopie um die Aufl\u00f6sung der EU, den Anstieg des Meeresspiegels, um Migrationsstr\u00f6me und atomaren Krieg, geht, bei der Utopie um die Ausweitung der EU, dem Nichtanstieg des Meeresspiegels, um geregelte Migrationsbewegung und \u2026 Frieden.<\/p>\n<p>Insgesamt f\u00e4llt es uns offenbar schwer, die Zukunft (neu) zu denken. Weder ist klar, was genau der Gegenstand ist (Welt, Gesellschaft, Bereich X, Prozess Y) noch haben wir gute Kenntnisse und \u00dcbung in den methodischen Zug\u00e4ngen. Fragt man die o.g. Politiker danach, was ihnen bei der Skizze leichter gefallen ist, die Utopie oder Dystopie, so kommen sie schnell zu einem Urteil: Dank Hollywood geht Ihnen die negative Sicht leichter von der Hand. Bei der Analyse der Zukunftsskizzen f\u00e4llt zudem auf, dass es insgesamt nur sehr wenige Kategorien sind, mit denen sie Zukunft neu denken und wenn, dann konstruieren sie die Welt recht unkreativ mit verschiedenen Vorzeichen (Erhalt oder Ausstieg aus EU).<\/p>\n<p>Themenwechsel!?<\/p>\n<p>Im dritten Buch des israelischen Schriftstellers und Technikhistorikers <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Yuval_Noah_Harari\">Yuval Noah Harari<\/a>, \u201e21 Lektionen f\u00fcr das 21. Jahrhundert\u201c werden uns Hinweise oder besser Mahnungen f\u00fcr die Gestaltung der Zukunft mitgegeben. Hararis beeindruckender Gedankenbogen von der \u201eGeschichte der Menschheit\u201c bis \u201eHomo Deus\u201c (seine beiden anderen B\u00fccher in dieser &#8222;Serie&#8220;) zeigt uns, wie <em>verf\u00fchrbar<\/em> Homo Sapiens durch Erz\u00e4hlungen oder Fiktionen aller Art ist und wie grunds\u00e4tzlich neu wir Homo Sapiens unter den Bedingungen der K\u00fcnstlichen Intelligenz sowie Biotechnologie denken m\u00fcssen. Grunds\u00e4tzlich meint: Es geht nicht mehr nur um die Frage, mehr oder weniger EU oder Migration oder Meeresstand, sondern um das, was wir bisher \u201eMenschsein\u201c nennen. Wenn wir durch genetische und technologische Ver\u00e4nderungen Menschen mit \u201eerweiterten M\u00f6glichkeiten\u201c schaffen k\u00f6nnen (\u00dcbermenschen), dann kommen bei unseren Zukunftsbildern auf einmal ganz andere Farben ins Spiel, das sch\u00f6nste Rot und das dunkelste Schwarz.<\/p>\n<p>Was also tun? Ich wei\u00df es nat\u00fcrlich angesichts der komplexen Fragestellung auch nicht, aber eines ist gewiss: Wenn wir mit Bezug auf die\u00a0 radikalen Ver\u00e4nderungen nicht ebenso radikal (intensiv, disruptiv, positiv) Zukunft denken, dann wird das mit <em>unserer<\/em> (!) Zukunft nix. Dann bekommen wir einfach eine.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In ein paar Wochen werde ich einen Artikel in der Buchreihe \u201eDie Zukunft des Sports\u201c abgeben m\u00fcssen, in dem ich unser Konzept Lernen \u201a5.0\u2018 weiter ausbuchstabieren darf. F\u00fcr alle, die es noch nicht wissen: Lernen \u201a5.0\u2018 beinhaltet f\u00fcnf Dimensionen zur Neugestaltung der Trainerausbildung. 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